
(Patria) - In Banja Luka wird eine Sondersitzung der Nationalversammlung der Republika Srpska stattfinden, bei der die Abgeordneten den Rücktritt von Premierminister Radovan Višković, das Urteil gegen Milorad Dodik sowie die Entscheidung der Zentralen Wahlkommission von Bosnien und Herzegowina, mit der sein Mandat als Präsident der RS endet, erörtern.
Auf der Tagesordnung stehen auch Änderungen des Referendumsgesetzes mit dem Vorschlag, dass das Referendum im Oktober stattfinden soll. Der Vorsitzende der SNSD, Milorad Dodik, bestätigte, dass das Referendum auf den 18. oder 25. Oktober angesetzt werden könnte, und verriet auch die voraussichtliche Frage:
„Akzeptiert das Volk, dass Christian Schmidt die verfassungsmäßige Ordnung der Republika Srpska zerstört und dass ein verfassungswidriges Gericht die Verfassung bricht und vom Volk gewählte Amtsträger absetzt?“
Dodik betonte, dass er keine Konflikte, sondern ausschließlich politischen Kampf wolle, mit der Botschaft, dass „der Wille des Volkes respektiert werden muss“.
Die Opposition hingegen erklärt, dass Dodik die RS in ein gefährliches politisches Abenteuer führe. Nebojša Vukanović (Liste für Gerechtigkeit und Ordnung) urteilte, dass „Dodik seine engsten Mitarbeiter in Probleme zieht“, während Draško Stanivuković (PDP) warnte, dass das Referendum in eine Isolation führe, „die die RS weder als Volk noch als Institutionen aushalten kann“.
Jelena Trivić (Volksfront) erinnerte daran, dass sie die Lösung in vorgezogenen Wahlen sieht: „Man sollte einen Präsidenten wählen, der Legitimität im Volk hat, und dann die Exekutive bilden.“
Obwohl die Opposition die SNSD und Dodiks Schritte kritisiert, gibt es in ihren Reihen weiterhin keine Einigung darüber, wie dieses Vakuum gelöst werden soll. Daher wird angenommen, dass auch die Sitzung der NSRs keine konkreten Antworten bringen wird.
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