
(Patria) - Die Kommission zur Klärung von Interessenkonflikten der RS hat das Verfahren gegen Milan Tegeltija, Berater des Präsidenten der Republika Srpska und Leiter des FK Borac, eingestellt, da die Nationalversammlung der RS das Gesetz geändert hat, das die Situation des Interessenkonflikts, in der er sich zuvor befand, praktisch legalisiert hat.
Das Absurde daran ist, dass die Kommission das Gesetz, das zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerden von Transparency International in BiH gegen Tegeltija und fünf weitere Leiter von Fußballvereinen der Premier League von BiH galt, nicht anwendet.
Nach den damals geltenden Bestimmungen des Gesetzes war es jedem Funktionär verboten, an der Spitze einer Vereinigung zu stehen, die aus dem Haushalt mit mehr als 100.000 KM finanziert wird, während Tegeltija gleichzeitig die Funktion des Beraters und des Vereinsvorsitzenden innehatte, der über 2 Millionen Mark aus dem Haushalt der RS erhielt. Zur Rechtfertigung gegenüber den Medien vertrat Tegeltija die Auslegung, dass er „nicht in einem Interessenkonflikt steht“, da er für seine Arbeit im Verein keine Vergütung erhalte. Kurz darauf änderte die NSRs nur einen Artikel dieses Gesetzes und nahm von dem Verbot Funktionäre aus, die für ihre Arbeit in der Vereinigung keine Vergütung erhalten.
Dieses Gesetz wurde Ende September dieses Jahres verabschiedet, und danach fasst die Kommission einen Beschluss zur Einstellung des Verfahrens gegen Tegeltija und nennt als Grund gerade die Gesetzesänderungen, die erst im Oktober in Kraft traten.
„Angesichts der genannten gesetzlichen Bestimmung sind die Gründe für die Einleitung dieses Verfahrens entfallen und es wird daher eingestellt“, heißt es in der Entscheidung der Kommission.
Abgesehen davon, dass diese Kommission die positiven Rechtsvorschriften, die zum Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens galten, nicht anwendet, bleibt fraglich, in welchem Verfahren festgestellt wurde, dass der Leiter des FK Borac für seine Arbeit im Verein keine Vergütung erhält. TI BiH wird daher Berufung einlegen.
Besonders problematisch ist, dass die Gesetze in der Republika Srpska nach Maßgabe Einzelner erlassen werden, und TI BiH hat bereits darauf hingewiesen, dass mit diesem Gesetz die Situation von Tegeltija und zahlreichen anderen Funktionären legalisiert wird, die gleichzeitig Nichtregierungsorganisationen leiten, die aus dem Haushalt finanziert werden.
Ziel dieses Gesetzes war es, zu verhindern, dass Funktionäre Gelder aus dem Haushalt an ihre eigenen Vereinigungen und privaten Unternehmen verteilen. Der Interessenkonflikt durfte keinesfalls auf den Erhalt eines Gehalts reduziert werden.
Eine solche Bestimmung wird die ungehinderte Abführung öffentlicher Gelder über mit den Behörden verbundene Nichtregierungsorganisationen ermöglichen, während gleichzeitig versucht wird, alle Bürgervereinigungen, die nicht unter der Kontrolle der Behörden stehen und eine unabhängige Finanzierung haben, zu „ausländischen Agenten“ zu erklären.
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