
Ein möglicher „neuer Ansatz“ der Europäischen Union wird nur dann Früchte tragen, wenn Bosnien und Herzegowina eine ausreichende Reformbereitschaft zeigt, erklärte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz in einem Interview für das Portal Klix.ba.
- Die EU-Erweiterung kann nur als Partnerschaft funktionieren. Wir brauchen dafür als Partner mutige Persönlichkeiten, die zukünftige Interessen ihrer Bevölkerung in den Fokus stellen, klare Strukturen und Zuständigkeiten sowie handlungsfähige Gesprächspartner – sagte Kurz, der Bosnien und Herzegowina besuchen wird.
- Ich komme als Vertreter eines Landes, das seit Jahren eine besondere Verantwortung für Bosnien und Herzegowina empfindet und es sich zur Aufgabe macht, nicht wegzuschauen. Es ist klar, dass auch ich keine fertige Lösung für Bosnien und Herzegowina anbieten kann. Aber ich sehe keinen Grund, warum die Bevölkerung von BiH keine funktionierende staatliche Ordnung verdient, die ihre grundlegenden Aufgaben und Verpflichtungen gegenüber ihren Bürgern erfüllt – sagte der österreichische Chefdiplomat.
Ihm zufolge gibt es in BiH keine virtuelle Krise, sondern reale Probleme, und die Forderungen der Bürger seien berechtigt, sagte er zu Klix, berichtet NAP.
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