Krebspatienten in BiH oft gezwungen, teure Medikamente selbst zu beschaffen

Patria
AutorPatria
10:54
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Krebspatienten in BiH oft gezwungen, teure Medikamente selbst zu beschaffen

(Patria) - Krebspatienten ohne Therapien, im Klinischen Zentrum in Sarajevo fehlen 11 Zytostatika, am Universitätsklinikum sind keine Zytostatika angekommen, Informationen, die in den letzten Jahren immer häufiger in der Öffentlichkeit zu hören sind. All dies führt zu Therapieunterbrechungen und Gefährdung des Lebens.

Bei Nedžad Gavranović wurde vor zwei Jahren bei Routineuntersuchungen Darmkrebs diagnostiziert. Danach folgte ein mühsamer Kampf um die Behandlung.

Leider wurde ich, als ich mit den Therapien begann, glücklicherweise rechtzeitig darüber informiert, dass das Hauptmedikament, das für meine Chemotherapie verwendet wird, nicht auf Lager ist und ich verpflichtet bin, es selbst zu beschaffen - sagt Gavranović gegenüber BHRT.

Nachdem es ihm gelungen war, dieses Medikament zu beschaffen, kam eine neue Mitteilung.

Bei der zweiten Chemotherapie sagten sie mir, dass ich neben diesem Fluorouracil noch ein weiteres Medikament beschaffen müsse, das sie ebenfalls nicht hätten und das in den nächsten anderthalb Monaten auch nicht verfügbar sein werde - sagte er.

Da die persönliche Beschaffung von Medikamenten aus Serbien länger dauert, werden auch die Chemotherapien verschoben. Gavranović soll auch das sogenannte „intelligente Medikament“ erhalten, das etwa 1.600 KM kostet.

Obwohl der Konsiliarausschuss bereits vor zwei Monaten einen Antrag auf Genehmigung dieses Medikaments gestellt hat, habe ich noch keine Genehmigung erhalten. Und wenn ich sie erhalte, wenn ich sie erhalte, wird es meine Pflicht sein, sie zu beschaffen. Ob ich das finanziell schaffen werde, bin ich mir nicht sicher, denn bisher hätte ich vier Dosen erhalten sollen, aber noch keine einzige - sagt Gavranović.

Obwohl Patienten Anspruch auf Kostenerstattung haben, ist auch dies mit langen Wartezeiten verbunden.

Die Anstalt sagt, dass, wenn kein Prüfverfahren erforderlich ist, die zuständige Stelle verpflichtet ist, die Entscheidung so bald wie möglich zu erlassen.

Gavranović wartet seit über anderthalb Monaten auf die erste Kostenerstattung und hat danach noch vier weitere Medikamente beschafft. Er fügt hinzu, dass die Patienten neben dem Kampf um die Behandlung auch mit unzureichenden Bedingungen im Krankenhaus konfrontiert sind.

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