
(Patria) - Deutsche Spediteure haben die Politik aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den Mangel an Lkw-Fahrern zu verringern, berichten deutsche Medien.
- Derzeit fehlen uns mehr als 120.000 Fahrer von Lastkraftwagen, und die Situation könnte sich weiter verschlechtern - sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters der Sprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) Dirk Engelhardt.
Engelhardt sagte, dass jährlich 30.000 bis 35.000 Fahrer in Rente gehen, während gleichzeitig nur 15.000 bis 20.000 Neue auf dem Arbeitsmarkt erscheinen.
- Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage nach Fahrern wird immer größer - so Engelhardt.
Er betonte auch, dass viele Spediteure gezwungen seien, Angebote für den Warentransport abzulehnen, weil es an verfügbaren Fahrern mangele.
In Deutschland werden noch immer 80 Prozent der Güter auf der Straße transportiert, obwohl es seit Jahren Initiativen gibt, möglichst viele Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern.
Engelhardt äußerte im Namen des Speditionsverbands Besorgnis für den Fall einer Ausweitung der russischen Aggression auf andere europäische Länder.
- In diesem Fall wären alle Lastkraftwagen gezwungen, in ihr Herkunftsland zurückzukehren, und bereits jetzt hat fast jeder zweite Lkw auf deutschen Straßen ausländische Kennzeichen - fügte Engelhardt hinzu.
Er appellierte an die Politiker, die Ausstellung von Arbeitsvisa für Fahrer aus Nicht-EU-Ländern zu erleichtern.
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