KEINE VISEN, ABER... Wenn Sie am Sonntag in EU-Länder reisen, wappnen Sie sich mit Geduld: Die Fingerabdrucknahme beginnt

Patria
AutorPatria
12:21
Podijeli:
KEINE VISEN, ABER... Wenn Sie am Sonntag in EU-Länder reisen, wappnen Sie sich mit Geduld: Die Fingerabdrucknahme beginnt

(Patria) - Ab Sonntag, dem 12. Oktober, treten in den Ländern der Europäischen Union neue Einreiseregeln in Kraft, die auch für Staatsangehörige der Westbalkanländer, einschließlich Bosnien und Herzegowina, gelten. Wie europäische Institutionen warnen, sind aufgrund der Einführung des EES in den ersten Wochen der Systemanwendung Staus und längere Wartezeiten an den Grenzen möglich.

Wenn Sie sich auf eine Reise von Bosnien und Herzegowina in die EU am Sonntag vorbereiten, wappnen Sie sich mit Geduld.

Es handelt sich um das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES – Entry/Exit System), das automatisch die Daten aller Reisenden aus Ländern, die nicht Mitglieder der EU oder des Schengen-Raums sind, erfassen wird.

Bei jeder Einreise in die EU müssen Reisende die Fingerabdrücke von vier Fingern und ein Gesichtsfoto abgeben, sowie die Daten des Reisedokuments, Datum und Ort der Ein- und Ausreise aus der Schengen-Zone eingeben.

Diese Daten werden in der europäischen Datenbank gespeichert, und das Ziel des neuen Systems ist laut EU die Erhöhung der Sicherheit und die Verhinderung von Überschreitungen der Aufenthaltsdauer.

Nach dem EES wird Ende 2026 auch ETIAS (Europäisches Reiseinformations- und -genehmigungssystem) in Betrieb genommen, das die Einreise in die EU für Staatsangehörige visumfreier Länder weiter regeln wird. Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina müssen dann vor der Reise in die EU ein Online-Formular ausfüllen, eine Gebühr von 20 Euro (39,12 KM) entrichten, eine Genehmigung erhalten, die drei Jahre gültig ist, und die Ziele sind Sicherheit, Effizienz und weniger Missbrauch.

Obwohl die EU betont, dass es sich nicht um die Einführung eines Visaregimes handelt, ist es schwer, den Eindruck zu vermeiden, dass es zu einer Einschränkung der Freizügigkeit, des Warenverkehrs und zu einem Rückgang der Touristenbesuche kommen wird.

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