Nikšić mit dem Botschafter Palästinas: Bereitschaft zur Aufnahme von Kindern erklärt

Patria
AutorPatria
18:19
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Nikšić mit dem Botschafter Palästinas: Bereitschaft zur Aufnahme von Kindern erklärt

(Patria) - Der Premierminister der Föderation Bosnien und Herzegowina, Nermin Nikšić, traf sich heute am
Sitz der Regierung der Föderation BiH in Sarajevo mit dem Botschafter Palästinas in Bosnien und Herzegowina, Rezeq Namoor. An dem Treffen nahm auch der föderale Minister für Vertriebene und Flüchtlinge, Nerin Dizdar, teil.

Premierminister Nikšić sagte dem palästinensischen Botschafter, dass er Mitgefühl und Verständnis für das palästinensische Volk und die Situation, in der sich die Zivilisten dieses Landes befinden, ausdrücke.

Wie er sagte, seien auch unsere Bürger und unsere Familien vor nicht allzu langer Zeit brutalen
Bombardierungen und Leiden ausgesetzt gewesen. Er bekundete auch seine Bereitschaft, Hilfe zu leisten, und informierte den Botschafter über den kürzlich angenommenen Beschluss der Regierung der Föderation BiH, der die Bereitschaft zur vorübergehenden Aufnahme von elternlosen Kindern aus dem SOS-Kinderdorf im palästinensischen Rafah in der Föderation BiH zum Ausdruck bringe.

Der föderale Premierminister und Minister Dizdar betonten insbesondere, dass der erwähnte Beschluss gemäß den geltenden internationalen und bosnisch-herzegowinischen Gesetzen umgesetzt werde und ausschließlich dann, wenn die Entscheidung zur Umsiedlung palästinensischer elternloser Kinder von den zuständigen Behörden in Palästina getroffen werde.

Botschafter Namoor dankte der Föderation Bosnien und Herzegowina für ihre Bereitschaft, dem palästinensischen Volk zu helfen, und fügte hinzu, dass die endgültige Entscheidung darüber von der Führung seines Landes getroffen werde.

Während des Gesprächs informierte der palästinensische Botschafter Premierminister Nikšić und Minister Dizdar darüber, dass von den insgesamt 2,3 Millionen Einwohnern des Gazastreifens derzeit 1,5 Millionen vertrieben und obdachlos seien. Er sagte, dass 5.200 Menschen gestorben und etwa 16.000 schwer verletzt worden seien und dass sich schätzungsweise 1.500 Tote unter den Trümmern befänden.

Der palästinensische Botschafter in BiH informierte die Gastgeber auch über die sehr schlechte gesundheitliche Situation in seinem Land, wo eine Ansteckungsgefahr bestehe, und hob hervor, dass die Zahl der Lastwagen mit humanitärer Hilfe, die in sein Land eingereist seien, nur für die Bedürfnisse einer Siedlung ausreiche.

Der Botschafter dankte allen Menschen in BiH, die mit den gestrigen friedlichen Versammlungen seine Bevölkerung unterstützten, sowie denen, die täglich telefonisch bei der Botschaft ihre Unterstützung für das palästinensische Volk bekundeten und Hilfe anboten.

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