Nikšić hat mit der Einführung des Solidarbeitrags für die Betroffenen zu spät reagiert

Patria
AutorPatria
02:00
Podijeli:
Nikšić hat mit der Einführung des Solidarbeitrags für die Betroffenen zu spät reagiert

Die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina hat mit der Einführung des Solidarbeitrags zur Hilfe für die von den Überschwemmungen Betroffenen zu spät reagiert – erklärte Safudin Čengić, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Föderation BiH, gegenüber der bosnisch-herzegowinischen Nachrichtenagentur Patria.

Die Regierung der Föderation BiH hatte vor vier Tagen ein Paket von drei Gesetzen zur Hilfe für die von den Überschwemmungen Betroffenen verabschiedet, das, wie die Nachrichtenagentur Patria erfährt, sehr bald finanzielle Hilfe aktivieren wird, vor allem aus internen Reserven in Höhe von über 200 Millionen Mark!

Mit einem der drei Gesetze wird jedoch auch ein Solidarbeitrag der Beschäftigten zur Hilfe für die Betroffenen eingeführt. Nach dieser Regelung werden alle Beschäftigten, außer denen, die erklären, dass sie dies nicht wollen, einen Teil ihres Geldes für die Hilfe abgeben. Haushaltsnutzer und Beschäftigte in öffentlichen Unternehmen sowie in allen mit den Behörden verbundenen Firmen und Institutionen werden ein halbes Jahr lang ein Tagegeld abführen, die übrigen Beschäftigten 1 % ihres Gehalts.

- Ich hatte erwartet, dass die Vertreter der Haushaltsnutzer und der Beschäftigten in öffentlichen Unternehmen als erste reagieren und ihren Beitrag leisten. Aber das ist nicht geschehen - sagte Čengić.

- Andererseits haben sich viele Firmen von sich aus organisiert und bereits in den ersten Tagen der Katastrophe beträchtliche Mittel für die Hilfe für die überschwemmten Gebiete bereitgestellt - fügte er hinzu.

Er sagt, er sei sich der Situation bewusst, dass die Arbeiter in einer schwierigen Lage seien, mit Krediten belastet und nicht die Gehälter hätten, die alle wünschten, aber die Lage im Land sei so, dass jetzt alle solidarisch sein und helfen müssten, um die durch die Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten Probleme im Land, die im Mai einen Großteil von BiH erfasst hätten, so schnell wie möglich zu überwinden, schreibt Patria.

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