Niemand verlässt das Schiff: SNSD steht fest hinter Dodik, auch nach dem Urteil

Patria
AutorPatria
15:48
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Niemand verlässt das Schiff: SNSD steht fest hinter Dodik, auch nach dem Urteil

(Patria) - Ein rechtskräftiges Urteil gegen Milorad Dodik wäre, unabhängig von politischen oder rechtlichen Interpretationen, in jeder ernsthaften Demokratie Anlass für zumindest eine interne Parteiprüfung, wenn nicht sogar für eine Distanzierung der engsten Mitarbeiter.

Im Fall der SNSD und der breiteren politischen Szene in der Republika Srpska geschieht dies jedoch nicht. Im Gegenteil, es gibt eine Flut von Unterstützungsbekundungen und Relativierungen, die Milorad Dodik stärken.

So wies die stellvertretende Vorsitzende der SNSD und Mitglied des bosnisch-herzegowinischen Staatspräsidiums, Željka Cvijanović, Spekulationen zurück, sie könnte Milorad Dodik als Vorsitzende der Republika Srpska und der SNSD beerben, nachdem ihm das rechtskräftige Urteil des Staatsgerichtshofs von Bosnien und Herzegowina verkündet wurde.

– Das sind Geschwätzereien des quasi-politischen Basars von Sarajevo – erklärte Cvijanović und betonte, dass die SNSD zu ihrem Vorsitzenden stehe.

– Die SNSD ist eine ernsthafte Partei, wir haben einen Vorsitzenden namens Milorad Dodik – sagte sie.

Sie erklärte, dass die „Troika von Sarajevo Schmidt brauche, damit er ihre Verfassung suspendiert, damit sie an die Macht kommen“, während die SNSD ihrer Meinung nach dank der Wähler siege.

Cvijanović warf dem politischen Sarajevo, ausländischen Diplomaten und der Opposition aus der Republika Srpska eine „synchronisierte Kampagne“ und den Missbrauch der Justiz vor.

– Das ist die Frustbewältigung eines ausländischen Kolonisators, der sich eingebildet hat, die Mission erhalten zu haben, über der Verfassung und dem Dayton-Abkommen zu stehen – erklärte sie.

Abschließend fragte sie, ob das politische Sarajevo mit diesem Urteil wirklich einen Sieg errungen habe, und erklärte: „Ich behaupte, nein, und das wird sich auch zeigen.“

Zur Erinnerung: Der Staatsgerichtshof von Bosnien und Herzegowina hat Milorad Dodik wegen Missachtung der Entscheidungen des Hohen Vertreters rechtskräftig zu einem Jahr Gefängnis und sechs Jahren Verbot politischer Betätigung verurteilt.

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