
(Patria) - Starkregen und steigende Fluss- und Bachpegel haben in Tirol zu großen Problemen geführt. Besonders betroffen sind derzeit die Bezirke Imst und Innsbruck-Land. Nach Überschwemmungen und Erdrutschen sind Straßen und die Bahnstrecke gesperrt. 2500 Feuerwehrleute sind bei den Überschwemmungen in Tirol im Einsatz. Die Situation im Bezirk Imst ist besonders schwierig. Laut Schätzungen ist mit einem erneuten Anstieg des Pegels der Ötztaler Ache zu rechnen, schreibt die Kronen Zeitung.
30 Haushalte mit rund 70 Personen wurden in Tumpen (Bezirk Ried) im Ötztal evakuiert. Sie wurden in einem örtlichen Gemeindesaal und im Feuerwehrhaus untergebracht. Im bekannten Wintersportort Sölden sind vorsorglich alle Brücken gesperrt. Auch in Jerzens wurden drei Häuser evakuiert. In diesem Gebiet kam es auch zu Stromausfällen.
Die Bahnstrecke zwischen Gries am Brenner und Brenner ist gesperrt. Eine Lokalstraße wurde durch die Überschwemmungen beschädigt und ist ebenfalls gesperrt.
Diese Wetterbedingungen werden aus Slowenien und Kroatien nach Bosnien und Herzegowina kommen, wo bereits schwere Stürme gemeldet werden.
Derzeit ist in Slowenien Koper am stärksten vom Sturm betroffen, wo Wasser die Straßen überflutete und Anwohner von Stromausfällen berichten.
Die stärkste Windböe erreichte in Debeli Rtič 113 km/h und in Koper 85 km/h. Anschließend zog das Unwetter weiter in Richtung Vipava-Tal und Görz. In Ajdovščina und Štanjel fiel bereits Hagel in Eigröße.
Auch Bayern wurde von schweren Stürmen heimgesucht, in Bad Bayersoien riss der Wind Dächer von Häusern. In der Zwischenzeit fielen im Schweizer Kanton Tessin in den letzten 72 Stunden über 350 Millimeter Regen. Für heute werden vor allem im Westen, Tirol, Salzburg und Kärnten weitere ergiebige Niederschläge erwartet, wo es teilweise bereits regnet. Der Wetterdienst GeoSphere Austria warnt vor Muren und Überschwemmungen.
Den Prognosen zufolge wird der Regen im größten Teil des Landes bis Dienstag andauern. Es könnten 60 bis 100 Millimeter Niederschlag fallen, stellenweise auch 150 bis 200 Millimeter, insbesondere im zentralen Alpenraum. In den österreichischen Regionen Steiermark und Kärnten werden zeitweise starke Schauer und Unwetter erwartet. Am Mittwoch wird überall mit einem Ende der Niederschläge gerechnet. Am Donnerstag wird es teilweise sonnig, obwohl vereinzelte Schauer noch möglich sind.
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