
(Patria) - Heute, am 14. Mai, sind 23 Monate seit dem brutalen Terroranschlag auf den Partisanenfriedhof in Mostar vergangen – ein Nationaldenkmal Bosnien und Herzegowinas.
Wie in Mostar üblich, schweigt die Polizei weiterhin oder handelt besser gesagt nicht. Die Ermittlungen laufen noch, heißt es. Auch die Staatsanwaltschaft schweigt weiterhin.
"Die Behörden schweigen und geben falsche Versprechungen und versichern uns, dass in Mostar alles in Ordnung sei, während das Nationaldenkmal Bosnien und Herzegowinas auch durch ihre Vernachlässigung verfällt.
In der Zwischenzeit verbreiten sogenannte Fans, die meist zu Vollstreckern schmutziger Aufträge für Auftraggeber aus dem Dunkeln geworden sind, Angst in der Stadt. Sie greifen andere an und verprügeln sie, dringen bewaffnet in Häuser ein, attackieren die Infrastruktur des rivalisierenden Vereins, kurzum tun sie all das, wofür sie sich nicht versammelt haben – oder vielleicht doch, und das Anfeuern ist nur ein Vorwand. Gleichzeitig empfangen sie Besucher des Partisanenfriedhofs mit beleidigenden Zurufen und Nazi-Grüßen. Auch das registriert die Polizei ordnungsgemäß, reagiert aber nicht.
Und alles in allem lässt sich der Schluss ziehen, dass die durch die kontinuierliche Zerstörung des Partisanenfriedhofs geschaffene Atmosphäre auf die gesamte Stadt übergegriffen hat und dass zahlreiche Bürger wieder, wie einst, mit großer Vorsicht den berüchtigten Boulevard, die ehemalige Kriegslinie, überqueren. Das Schweigen aller relevanten Institutionen und das Fehlen entschlossenen Handelns lassen uns denken, dass dies vielleicht auch das Ziel war.
Wenn man das betrachtet, ist selbst einem Laien völlig klar, dass das Anfeuern ein Vorwand für ein Handeln nach den Prinzipien europäischer neonazistischer Gruppen ist, die hier, den veröffentlichten Stellungnahmen zufolge, sogar von den Vereinen selbst und der aktuellen Politik verteidigt werden.
Wir wiederholen zum x-ten Mal: Dies sind keine Ausschreitungen von Hooligans, das ist viel mehr als das, und die Folgen sind heute für alle in der Stadt sichtbar. Den Kopf in den Sand zu stecken, hat die Lage in der Stadt gefährlich radikalisiert, deshalb, meine Herren aus der Politik, nennt die Dinge beim Namen und handelt so, wie man in der zivilisierten Welt mit solchen Erscheinungen und deren Urhebern umgeht, bevor es zu spät ist. Wenn ihr weiterhin untätig bleibt, zeigt ihr damit allen, dass ihr Mittäter und Urheber dieses Übels seid. Harte Sanktionen und ein Betätigungsverbot für alle, die über den Sport Hass, Intoleranz verbreiten und die nationalen und alle anderen Beziehungen in der Stadt stören, sind die einzige Lösung. Es reicht.
Deshalb fordern wir angesichts der Gesamtsituation in der Stadt eine dringende Sitzung des Stadtrats und der Versammlung des Kantons Herzegowina-Neretva mit nur einem Tagesordnungspunkt: die Sicherheitslage in der Stadt. Tod dem Faschismus – Freiheit dem Volk!", teilte der UABRNOR Mostar mit.
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