Fortsetzung der Aussage von Bešlija im Fall „Čemerno“: Niemand befahl die Tötung von Zivilisten

Patria
AutorPatria
17:49
Podijeli:
Fortsetzung der Aussage von Bešlija im Fall „Čemerno“: Niemand befahl die Tötung von Zivilisten

(Patria) - Die letzte Woche begonnene Aussage von Husnija Bešlija vor dem Gericht von Bosnien und Herzegowina im Fall „Džemal Hadžić und andere (Čemerno)“ wurde heute mit der Beantwortung von Fragen der Verteidiger der Angeklagten fortgesetzt.


So bestätigte Bešlija seine frühere Aussage, dass niemand die Tötung von Zivilisten in Čemerno befohlen habe und dass niemand den Bewohnern von Korita befohlen habe, an der Aktion teilzunehmen, die das Ergebnis eines spontanen Angriffs und nicht einer durchdachten militärischen Aktion gewesen sei.


- Vor der Schule in Korita waren wir etwa hundert, aber nur achtzehn von uns zogen nach Čemerno, während die anderen, die nicht gehen wollten, nach Hause zurückkehrten. Es war eine Frage der persönlichen Wahl, und alle, die mitgingen, waren Freiwillige, und das ohne Bewaffnung – wiederholte Bešlija.

Er bestätigte auch seine Aussage von letzter Woche, dass bei der Versammlung vor der Schule in Korita ein Serbe vorbeikam, den er unter dem Spitznamen „Medo“ kannte, und dass dieser sogar kurz bei ihnen anhielt.


- Wenn unsere Absicht die Tötung von Zivilisten gewesen wäre, hätten wir diesen Medo damals getötet – fügte Bešlija hinzu.

Er antwortete auf die Aufforderung des Verteidigers Ifet Feraget, seine frühere Aussage zu präzisieren, dass er bei seiner Ankunft in Čemerno Soldaten in Tarn- und schwarzen Uniformen gesehen habe, was der Zeuge auch tat.

Dabei wiederholte er, dass die serbischen Soldaten zuerst auf sie geschossen hätten, nachdem sie sie entdeckt hatten.


Der Staatsanwalt Vladimir Simović nutzte die Gelegenheit, um weitere Fragen zu stellen, und konzentrierte sich dabei auf den Teil, der von den uniformierten Personen handelte, die der Zeuge gesehen hatte. Er versuchte, ihn zu verwirren, indem er andeutete, der Zeuge habe nicht verstanden, wo er Medo und wo die uniformierten Soldaten gesehen habe. Daraufhin erhob Anwalt Feraget Einspruch mit den Worten, der Zeuge habe sehr klar angegeben, dass der Serbe Medo in Korita gesehen worden sei, während die Soldaten in Uniformen in Čemerno gewesen seien.


Im weiteren Verlauf seiner Aussage sagte Husnija Bešlija auf Fragen des Verteidigers, dass sie zum Zeitpunkt der Ereignisse in Čemerno in Korita weder militärische Einheiten gebildet noch Waffen besessen hätten, und dass dies erst mehr als einen Monat später geschehen sei. Er wiederholte erneut, dass das Ziel des Angriffs nicht Zivilisten gewesen seien, sondern die Haubitzen, die von Čemerno aus tagelang Tod über die umliegenden Städte und Siedlungen gebracht hätten.

(S. Spahić)

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