
(Patria) - Der Delegierte des Klubs der Bosniaken im Haus der Völker des Parlaments von Bosnien und Herzegowina, Džemal Smajić (SBiH), hat sich heute Abend in den sozialen Netzwerken geäußert, nachdem die Gemeinsame Kommission für Verteidigung und Sicherheit von Bosnien und Herzegowina auf ihrer heutigen Sitzung seine Initiative nicht unterstützt hatte.
Smajić hatte nämlich mit seiner Initiative vom Verteidigungsministerium von Bosnien und Herzegowina verlangt, einen Vorschlag zur Änderung des Gesetzes über die Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina auszuarbeiten, mit dem die Altersgrenze für den Berufssoldatendienst von 40 auf 45 Jahre angehoben werden soll.
Ein solcher Vorschlag hätte dem Ministerrat von Bosnien und Herzegowina zur Verabschiedung vorgelegt werden sollen.
„Ungeachtet des heutigen Abstimmungsergebnisses der Kommissionsmitglieder werde ich von dieser Initiative nicht abrücken und bereits auf der nächsten Sitzung des Hauses der Völker Änderungen des Gesetzes über die Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina beantragen, und zwar im Dringlichkeitsverfahren.
Das habe ich auch beim ersten Mal getan, angesichts des großen Interesses, das für diese Initiative herrschte, da Personen im Alter von 40 bis 45 Jahren durchaus alle Aufgaben in den Streitkräften erfüllen können und nach dem Ausscheiden aus dem Dienst nach dem 40. Lebensjahr schwerer einen Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt finden.
Es ist auch wichtig anzumerken, dass diese Dienstaltersgrenze in den Ländern der Region höher ist als in Bosnien und Herzegowina, und in einigen NATO-Mitgliedstaaten gibt es überhaupt keine Beschränkung.
Neben den genannten Gründen ist es auch für den Staat rational und wirtschaftlich, diese Soldaten im Dienst zu behalten, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den Streitkräften von Bosnien und Herzegowina eine beträchtliche Anzahl von Soldaten fehlt.
Durch ihr Ausscheiden wird auch die Kampfbereitschaft der Armee geschwächt und die Sicherheit von Bosnien und Herzegowina selbst gefährdet.
Die Parteien der Regierungskoalition, mit Ausnahme von Einzelpersonen, die nach ihrem Gewissen mit 'Ja' gestimmt haben, hatten keinen Grund, die Initiative nicht zu unterstützen, da es sich um Soldaten handelt, die allen Völkern und den Anderen angehören", führte Smajić aus.
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