Nach dem Vorfall im Otoka-Schwimmbad äußert sich auch UNICEF: Immer das Kindeswohl im Vordergrund

Patria
AutorPatria
18:18
Podijeli:
Nach dem Vorfall im Otoka-Schwimmbad äußert sich auch UNICEF: Immer das Kindeswohl im Vordergrund

(Patria) - Nachdem die Direktion des öffentlichen Unternehmens Olimpijski bazen Otoka unter der Leitung von Direktor Avdija Hasanović (NIP) Kindern mit Entwicklungsstörungen das Training verboten hatte, woraufhin auch die Polizei von Sarajevo intervenierte, hat sich UNICEF BiH zu Wort gemeldet.

„UNICEF Bosnien und Herzegowina steht fest an der Seite von Kindern mit Entwicklungsstörungen und ihren Familien. Die Rechte von Kindern, einschließlich des Rechts auf Rehabilitation und inklusive körperliche Aktivitäten, müssen gemäß der Kinderrechtskonvention, die auch Bosnien und Herzegowina 1993 ratifiziert hat, geschützt und geachtet werden.

Eine von uns im Jahr 2024 durchgeführte Situationsanalyse zeigt, dass Kinder mit Beeinträchtigungen weiterhin eine der am stärksten gefährdeten Kinderkategorien sind, insbesondere wenn es um ihre Rechte auf Bildung und Teilhabe geht.

Gemäß Artikel 23 der Kinderrechtskonvention haben Kinder mit Entwicklungsstörungen Anspruch auf besondere Fürsorge und Hilfe, die es ihnen ermöglicht, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Ebenso betont Artikel 3 der Konvention, dass das Kindeswohl bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, vorrangig zu berücksichtigen ist.

Anlässlich der Vorkommnisse im Schwimmbad von Sarajevo, aber auch jeder anderen Situation, die die Verweigerung von Rechten für Kinder betrifft, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Kinder, rufen wir alle relevanten Akteure auf, bei Entscheidungen, die Kinder betreffen, immer das Kindeswohl zu berücksichtigen und dabei Kinder, Eltern-Erziehungsberechtigte und Fachleute vollständig zu würdigen und zu konsultieren. Dialog und Zusammenarbeit sind entscheidend, um die Würde, Sicherheit und Entwicklung aller Kinder, insbesondere von Kindern mit Entwicklungsstörungen, zu gewährleisten.

UNICEF wird sich weiterhin für die Rechte von Kindern mit Entwicklungsstörungen einsetzen und ihre Familien unterstützen. Gemeinsam können wir ein inklusives Umfeld schaffen, das es jedem Kind ermöglicht, sein volles Potenzial zu entfalten“, hieß es in der Mitteilung.

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