
Schreibt: A. Čorbo-Zećo
Während der Ministerrat am 5. März etwa dreißig Punkte zu internationalen Abkommen, Reformen, Finanzen und Ernennungen erörtern wird, gibt es darunter keinen, der BHRT direkt hilft. Dem öffentlichen Dienst von Bosnien und Herzegowina, der mit der schwersten Finanzkrise seit Jahrzehnten konfrontiert ist, werden 22 Millionen KM, Mittel, die für sein Überleben unerlässlich sind, vorenthalten.
Die Minister Staša Košarac und Srđan Amidžić verhindern den Zugang zu diesen Mitteln, während die Vorsitzende des Ministerrates, Borjana Krišto, völlige Desinteresse zeigt. Appelle internationaler Akteure wie Christian Schmidt endeten, wie erwartet, mit einer Warnung, dass die Lösung in den Händen der heimischen Politiker liegt.
Das Problem ist einfach und gesetzlich klar definiert: Die Behörden müssen ihre Verpflichtung erfüllen und das Gesetz über das öffentliche Rundfunksystem umsetzen. Wie die Geschichte jedoch zeigt, wird die „Einhaltung von Gesetzen“ in BiH oft zu einem Instrument der Politik, der Blockade und der Erpressung.
Interessant ist, dass in der Zwischenzeit einige niedrigere Regierungsebenen Geld leihen könnten, was die Frage der Koordination, der Verantwortung und des politischen Willens weiter öffnet. Denn die Föderation und auch die Kantone rühmen sich immer häufiger mit Budgets von einer Milliarde, aber es scheint, dass niemand Geld hat, nicht einmal zum Leihen.
Während die Öffentlichkeit immer seltener reagiert, sendet BHRT auf seinen Kanälen klare Warnungen: Dies ist kein technischer Defekt, dies ist die Gefahr der Abschaltung. Und der zuständige Minister Edin Forto widmet sich, anstatt eine dringende Lösung anzuführen, mehr der Besichtigung von Clubs in Sarajevo.
Die Situation ist alarmierend und würde ein sofortiges, kontinuierliches Handeln der Verantwortlichen erfordern, aber es scheint, dass politische Interessen das Interesse des öffentlichen Dienstes überwiegen. Wenn die Behörden die Ernsthaftigkeit des Augenblicks nicht erkennen, könnte BHRT, ein wichtiger Pfeiler der öffentlichen Information und Demokratie, die Luft ausgehen.
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