
(Patria) - Die Nationalversammlung der Republika Srpska hat heute, in Fortsetzung der gestrigen regulären Sitzung, eine Erklärung verabschiedet, die sich gegen jeden Plan zur Einrichtung von Zentren zur Aufnahme von Migranten auf dem Territorium von Bosnien und Herzegowina, insbesondere auf dem Territorium der Entität Republika Srpska, ausspricht. Diese Erklärung wurde vom Präsidenten der RS, Milorad Dodik, vorgeschlagen.
In dem verabschiedeten Dokument wurde hervorgehoben, dass sich das Parlament der Entität entschieden gegen die Idee ausspricht, Migranten aus Drittländern – einschließlich derjenigen, die aus Großbritannien oder EU-Ländern abgeschoben werden könnten – auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina unterzubringen. In der Erklärung wird besonders betont, dass solche Pläne, wie angegeben, langfristige Folgen für die demografische Struktur der Republika Srpska haben können.
Die Versammlung beauftragte die Regierung der RS zugleich, alle notwendigen Maßnahmen, sowohl institutionelle als auch vor Ort, zu ergreifen, um die mögliche Bildung von Migrantenlagern überall innerhalb der Entität zu verhindern.
Das Dokument appelliert auch an alle Vertreter des serbischen Volkes, die Funktionen in den Institutionen von Bosnien und Herzegowina innehaben, jede Form der Beteiligung an möglichen internationalen Abkommen zur Umsiedlung von Migranten öffentlich abzulehnen. Es wurde auch gefordert, dass die Bürger der RS über den Inhalt etwaiger Kommunikationen mit den Regierungen Großbritanniens und der EU-Mitgliedstaaten zu diesem Thema informiert werden.
Die Nationalversammlung verabschiedete auch den Gesetzesentwurf zur Änderung und Ergänzung des Gesetzes über Polizei und innere Angelegenheiten, der eine Hilfspolizei einführt.
Von den 45 anwesenden Abgeordneten stimmten 44 dafür, während einer dagegen stimmte.
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