MUP KS wartet auf Antwort des Krisenstabs zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Migranten, FUP bereit zu helfen

Patria
AutorPatria
11:45
Podijeli:
MUP KS wartet auf Antwort des Krisenstabs zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Migranten, FUP bereit zu helfen

SARAJEVO, (Patria) - Das Sicherheitsministerium von Bosnien und Herzegowina hat vor zwei Tagen den kantonalen Innenministerien empfohlen, der Migrantenbevölkerung während der Coronavirus-Epidemie die Bewegungsfreiheit zu untersagen. 

“Da die Frage der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausschließlich in der gesetzlichen Zuständigkeit der Kantone und der beiden Entitäten liegt, empfiehlt das Sicherheitsministerium von BiH, dass die Polizeiführer Anordnungen an die Polizeibeamten erlassen, viel energischer als bisher zu handeln. Das bedeutet, dass alle, die ein bestimmtes Papier aus den Migrantenzentren haben, in diese zurückgebracht werden und ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird”, teilten sie aus dem Sicherheitsministerium von BiH mit.  

Das Innenministerium des Kantons Sarajevo haben wir gefragt, ob es der Empfehlung folgen wird.

"Migrationsfragen fallen in die Zuständigkeit von Bosnien und Herzegowina und des Dienstes für Ausländerangelegenheiten von Bosnien und Herzegowina. In Anbetracht der gesamten Situation mit dem Coronavirus hat die Polizeiverwaltung des MUP KS jedoch einen Maßnahmenvorschlag an den Krisenstab des Kantons Sarajevo gerichtet, und zu den Maßnahmen gehört auch die Frage der Bewegungsfreiheit von Migranten", sagen sie für Patria aus der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des MUP KS.

Sie fügen hinzu, dass sie nach Erhalt einer Antwort vom Krisenstab gemäß den geplanten Maßnahmen handeln werden. 

Die Föderale Polizeiverwaltung haben wir zu derselben Problematik befragt, und die Antwort lautet: Bezüglich Ihrer Anfrage, die sich auf die Anweisungen des Sicherheitsministeriums von Bosnien und Herzegowina zu Maßnahmen und Handlungen der Polizeiorgane in Bosnien und Herzegowina zur Unterbringung und Verhinderung der Bewegungsfreiheit von Migranten zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus bezieht, informieren wir Sie, dass die zuständigen kantonalen Innenministerien die notwendigen Maßnahmen und Handlungen in Bezug auf das Genannte ergreifen werden, da die erwähnte Problematik in deren ausschließlicher Zuständigkeit liegt, wenn es um die Föderation Bosnien und Herzegowina geht”. 

Sie betonen, dass im Bedarfsfall “die Föderale Polizeiverwaltung zur Verfügung steht und im Rahmen ihrer Kapazitäten die gesamte notwendige Hilfe und Unterstützung den kantonalen Innenministerien sowie anderen zuständigen Institutionen leisten wird”.

Wie Patria bereits berichtete, halten sich in den Lagern Ušivak und Blažuj 788 bzw. 1.417 Migranten auf, die sich frei bewegen können. 

Die bisher einzige Anordnung ist, dass keine neuen Migranten aufgenommen werden können. 
 

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