
(Patria) - Das Muftijstvo Mostar hat heute eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es hervorhebt, dass die Öffentlichkeit in unserem Land in den letzten Tagen über die Medien erfahren hat, dass der Bürgermeister von Stolac, Stjepan Bošković, seinen Beschluss vom letzten Jahr aufgehoben hat, mit dem ein Grundstück für den Harem (Friedhof) der bosniakischen Muslime von Stolac zugewiesen wurde, wodurch die jahrzehntelange Diskriminierung und Segregation von Muslimen fortgesetzt wird, die in der Stadt Stolac keinen Platz mehr haben, um ihre Verstorbenen zu bestatten.
„Die Verletzung grundlegender menschlicher und religiöser Rechte und Freiheiten, wenn es um die Stadtverwaltung von Stolac geht, ist nichts Neues, sondern ein seit Jahrzehnten etablierter Ansatz – so das Muftijstvo Mostar in seiner Mitteilung.
In der Mitteilung wird daran erinnert, dass der Medžlis der Islamischen Gemeinschaft Stolac seit mehr als zehn Jahren einen administrativ-rechtlichen Kampf um die Lösung des dringend benötigten Standorts für den Harem führt und dass sich die beschämende Politik der HDZ-Regierung unter der Führung von Bürgermeister Bošković mit allen Elementen der Diskriminierung und Segregation der Muslime von Stolac in dieser brennenden Frage für die muslimische Bevölkerung widerspiegelt.
Wie erläutert wird, wird systematisch und kontinuierlich religiöse Diskriminierung betrieben, die durch das Gesetz über die Religionsfreiheit und die Rechtsstellung von Kirchen und Religionsgemeinschaften in Bosnien und Herzegowina, Artikel 5 (1), verboten ist: „Jede Diskriminierung aufgrund von Religion oder Weltanschauung ist verboten.“
„Die dominante kroatische Regierung hat vor fünf Jahren sogar die Zufahrtsstraße zur Altstadt von Stolac, einem nationalen Denkmal des Staates Bosnien und Herzegowina, der katholischen Kirche für den Bau eines Kreuzweges verkauft, während Muslime im weiteren Stadtkern nicht einmal ein Grundstück für die Verstorbenen erhalten können. Diese beschämende und diskriminierende Behandlung von fast der Hälfte der Bevölkerung von Stolac hat das Maß voll gemacht, deshalb erwarten wir schnelle und konkrete Schritte von den Institutionen und internationalen Freunden, um die arrogante Stadtverwaltung von Stolac zu stoppen, die eine Segregation eines Volkes und einer traditionellen, großen Religionsgemeinschaft betreibt!“, heißt es weiter in der Mitteilung des Muftijstvo.
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