
Am frühen Morgen des 24. August 1993 drangen Einheiten des HVO in die Mostarer Siedlung Raštani ein, wo sie bestialisch 24 bosniakische Zivilisten und sieben unbewaffnete Angehörige der Armee von RBiH töteten. Nach mehrstündigem Artilleriebeschuss auf die Siedlung erfolgte der Einmarsch, schreibt die Nachrichtenagentur Patria.
Angehörige der Strafkompanie von Mladen Naletilić Tuta, der vor dem Haager Tribunal wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde, drangen in die Häuser ein und töteten nacheinander die Bosniaken, die sie dort vorfanden.
Als erster wurde Uzeir Beglerović getötet, dann auch seine Ehefrau Ćera und drei Töchter, die zwölfjährige Šaćira, die zwanzigjährige Edina und die fünfundzwanzigjährige Fadila, die schwanger war.
Danach fuhren sie mit der Tötung der übrigen Bewohner fort, darunter die Familien: Žuškić, Ćišić, Dedić, Dumpor... Unter den Zivilisten wurden auch mehrere Kinder getötet. Nach den Morden wurden die Häuser angezündet, und eine größere Gruppe Bosniaken wurde in das Lager Heliodrom gebracht.
Obwohl 23 Jahre vergangen sind, wurde niemand für das Massaker in Raštani zur Verantwortung gezogen, obwohl die Täter bekannt sind.
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