
(Patria) - Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport des Kantons Zenica-Doboj hat sich zu der Absage einer Aufführung im Rahmen des Festivals des bosnisch-herzegowinischen Dramas im Bosnisch-Nationaltheater Zenica geäußert und erklärt, dass es wichtig sei, die Öffentlichkeit objektiv zu informieren, Spannungen abzubauen und gegenseitigen Respekt zu wahren.
Das Ministerium gibt an, dass es die Arbeit des BNP Zenica, das es als eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen in Bosnien und Herzegowina betrachtet, kontinuierlich institutionell, materiell und finanziell unterstützt.
Gleichzeitig betonten sie, dass das Bosnisch-Nationaltheater Zenica als eigenständige und autonome Institution mit voller Freiheit bei der Gestaltung seines Repertoires, seiner Programmgestaltung und der Auswahl der Stücke, die am Festival des bosnisch-herzegowinischen Dramas teilnehmen, agiert.
Das Ministerium erinnerte auch an die gesetzlichen Bestimmungen, die künstlerische Freiheiten und das Verbot der Zensur definieren.
„Theater sind in ihrem schöpferischen und künstlerischen Handeln völlig frei, autonom und selbstständig. Jede Form der Zensur bei der Vorbereitung und öffentlichen Aufführung eines Bühnenwerks ist strengstens untersagt. Niemand hat das Recht, die Freiheit der Vorbereitung und öffentlichen Aufführung eines Bühnenwerks rechtswidrig einzuschränken“, heißt es in der Mitteilung.
Die MONKS ZDK teilen außerdem mit, dass Sicherheitsbewertungen und organisatorische Entscheidungen nicht ohne relevante Fakten und Gründe mit dem Ministerium oder einzelnen Organisationen oder Gruppen in Verbindung gebracht werden sollten.
„Es ist unverantwortlich, die Verantwortung öffentlich auf Subjekte zu lenken, die nicht an der Entscheidungsfindung über die Aufführung oder Absage einer Vorstellung beteiligt waren“, betonten sie.
Abschließend drückte das Ministerium seine volle Unterstützung für das Bosnisch-Nationaltheater Zenica und das Festival des bosnisch-herzegowinischen Dramas aus und bewertete, dass die Veranstaltung seit Jahren einen wichtigen Teil der kulturellen Identität von Zenica, dem Kanton Zenica-Doboj und Bosnien und Herzegowina darstellt.
„Wir glauben, dass Kultur ein Raum für freien künstlerischen Ausdruck, Dialog, Verständnis und gegenseitigen Respekt bleiben muss, und wir rufen alle Akteure des öffentlichen Lebens zu einer verantwortungsvollen, ausgewogenen und korrekten Kommunikation auf“, schlossen sie aus dem Ministerium.
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