
(Patria) - Die österreichische Außenministerin Beate Meinl Reisinger und die deutsche Staatsministerin für Europa und Klima, Anna Lührmann, sprachen auf einem gemeinsamen Treffen in Sarajevo über die Situation in BiH angesichts der Verfassungskrise, die durch das sezessionistische Handeln der Führung der Republika Srpska ausgelöst wurde.
Meinl-Reisinger und Lührmann sind sich einig, dass nun dringend weitere gemeinsame Schritte gegen die Verursacher der Verfassungskrise unternommen werden müssen. Diese Einschätzung teilten sie auch im Gespräch mit der Vorsitzenden des Ministerrats von BiH, Borjana Krišto.
- Angriffe auf die verfassungsmäßige Integrität Bosnien und Herzegowinas durch führende Politiker der Republika Srpska, die den Staat bewusst schwächen, sind inakzeptabel und stellen eine Gefahr für die Sicherheit und Stabilität von BiH und der gesamten Region dar.
Sie blockieren auch den weiteren EU-Beitrittsprozess und gefährden die Zukunft des Landes in der Europäischen Union – begründen Meinl-Reisinger und Lührmann diesen Schritt.
Österreich und Deutschland stellen sich daher in enger Abstimmung mit anderen Partnern entschieden gegen die verantwortlichen Politiker aus dem Entität Republika Srpska.
Zu diesem Zweck werden Maßnahmen eingeleitet, die künftig die Einreise von drei verantwortlichen Politikern aus der Republika Srpska nach Österreich und Deutschland verhindern.
Nun werden alle beteiligten Akteure in Bosnien und Herzegowina aufgefordert, zur Beruhigung der Lage und zur Stabilität beizutragen, um eine weitere Eskalation der Situation zu vermeiden. Hindernisse für den Fortschritt im EU-Beitrittsprozess müssen beseitigt und der Reformstillstand überwunden werden.
Daher appellieren die österreichische Ministerin Meinl-Reisinger und die deutsche Ministerin Lührmann an alle politischen Entscheidungsträger, mutig weitere Schritte in Richtung EU-Reformen zu unternehmen.
- Milorad Dodik ist mit seinen sezessionistischen Provokationen und Aktionen in eine neue Extreme gegangen und hat rechtlich gesehen eindeutig rote Linien überschritten. Damit gefährdet er die Sicherheit, Stabilität, die verfassungsmäßige Ordnung und die territoriale Integrität dieses westbalkanischen Landes. Ein solches Verhalten werden wir nicht länger tolerieren.
Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass die Zukunft von BiH in der EU liegt. Damit wollen wir auch ein politisches Signal senden und alle pro-europäischen Kräfte davon überzeugen, dass wir sie in ihren Bemühungen um die EU-Mitgliedschaft Bosnien und Herzegowinas weiterhin entschlossen unterstützen.
Insbesondere auch die Bevölkerung der Republika Srpska, denn ihr Weg in eine europäische Zukunft darf nicht von einigen wenigen Politikern abhängen – sagte Meinl-Reisinger.
- Das ist wirklich zu weit gegangen. Diejenigen, die für die Angriffe auf die verfassungsmäßige Ordnung Bosnien und Herzegowinas verantwortlich sind, gefährden den Frieden, die Sicherheit in der Region und die Zukunft Bosnien und Herzegowinas in der EU. Deshalb richten sich unsere Maßnahmen genau gegen diese Personen. Die Tür der EU war noch nie so weit offen.
Wir appellieren an alle Verantwortlichen, den Weg der EU-Reformen wieder einzuschlagen und die weiteren Schritte darauf fortzusetzen. Bosnien und Herzegowina gehört in die EU, und Deutschland wird Bosnien und Herzegowina dabei weiterhin zur Seite stehen – so Ministerin Lührmann, teilte die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in BiH mit.
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