Bildungsministerium der Republika Srpska verbietet Lehrkräften die Teilnahme an Projekten auf gesamtstaatlicher Ebene

Patria
AutorPatria
22:57
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Bildungsministerium der Republika Srpska verbietet Lehrkräften die Teilnahme an Projekten auf gesamtstaatlicher Ebene

(Patria) - Das Ministerium für Bildung und Kultur der Republika Srpska hat ein Schreiben an Vorschuleinrichtungen, Grund- und weiterführende Schulen in der Republika Srpska gesandt, in dem es heißt, dass dieses Ministerium und das Republikanische Pädagogische Institut festgestellt haben, dass Vertreter von Vorschuleinrichtungen, Grund- und weiterführenden Schulen an verschiedenen Projekten, Kommissionen, Räten und anderen Arbeitsgremien auf gesamtstaatlicher Ebene teilnehmen.

Die Bildungseinrichtungen werden aufgefordert, dem Ministerium bis zum 15. August 2023 Informationen darüber zu übermitteln, ob Mitarbeiter dieser Einrichtungen in Projekte eingebunden sind bzw. ob sie an Arbeitsgruppen zur Erstellung verschiedener Dokumente auf gesamtstaatlicher Ebene teilnehmen, wie etwa Vorschriften, Leitlinien, Programme, Analysen, Aufzeichnungen und anderes.

„Auf der Grundlage des Vorgenannten ist es erforderlich, dass Sie alle Mitarbeiter Ihrer Einrichtungen über das oben Genannte informieren, damit Sie dem Ministerium rechtzeitig die angeforderten Informationen mit der genauen Bezeichnung der Teilnahme an Arbeitsgruppen, Programmen, Projekten und Ähnlichem übermitteln“, heißt es in dem von Ministerin Željka Stojičić unterzeichneten Schreiben.

Auf die Frage, wozu solche Daten benötigt werden, antwortete das Bildungsministerium der RS gegenüber Aljazeera, dass alle Schulen für die von ihnen durchgeführten Projekte und Programme eine Genehmigung des Ministeriums benötigen.

„Damit nur die Projekte durchgeführt werden, die mit dem strategischen Dokument im Bildungsbereich der Republika Srpska im Einklang stehen.“

Professor Miodrag Živanović ist der Ansicht, dass auch die Bildung zu einem integralen Bestandteil des Aufbaus völlig morbider Beziehungen geworden ist, insbesondere in einem Bereich, der für unsere Zukunft sehr wichtig ist.

„Die Schritte der Behörden zielten auf zwei Dinge ab: erstens die Legalisierung der Diktatur in der Gesellschaft und zweitens die Wiederherstellung des Faschismus. Es geht nicht darum, dass der Staat Bosnien und Herzegowina weiter zerstört wird, sondern dass es kein einheitliches bosnisches Bewusstsein mehr gibt“, sagte Živanović gegenüber Aljazeera.

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