
(Patria) – Das Bildungsministerium des Kantons Sarajevo unter der Leitung von Ministerin Naida Hota-Muminović hat sich nach zwei Tagen, in denen junge Menschen bei Protesten ihren Rücktritt fordern und angeben, ihnen sei die Teilnahme an den Protesten verboten worden, mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt.
„Die Tragödie, die unsere Gemeinschaft getroffen hat, hat in den Herzen von uns allen einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen. Heute stehen wir vor allem in Stille an der Seite der Familie des getöteten jungen Mannes und teilen den Schmerz, den kein Wort lindern kann. Unserer verletzten Schülerin senden wir alle Kraft für ihre Genesung, und ihren Nächsten das Versprechen, dass sie in diesem Kampf nicht allein sind.
Wir sind uns der Unruhe bewusst, die in unseren Schulen und auf den Straßen herrscht. Wir möchten klarstellen: Das Ministerium war und wird niemals ein Hindernis für Ihr Recht sein, Gerechtigkeit zu fordern. Die Stimme unserer Schüler ist der Beweis dafür, dass Sie die wichtigste Lektion gelernt haben, die Lektion von bürgerlichem Mut und Empathie.
Alle Behauptungen über eine angebliche Anweisung des Ministeriums zur Bestrafung, Legitimierung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Schülern, die ihren Protest ausdrücken möchten, sind unwahr. Wir haben niemals ein solches Schreiben an die Schulen geschickt. Die Schule ist ein Raum der Freiheit und Verantwortung, nicht des Zwangs. Es ist unsere Pflicht, den Ablauf des Unterrichts sicherzustellen, aber dies werden wir niemals auf Kosten Ihrer Würde oder Ihres Rechts auf Trauer und die Äußerung Ihrer Meinungen tun. Die Regeln zur Erfassung von Fehlzeiten dienen ausschließlich Ihrer Sicherheit, damit wir jederzeit wissen, dass es Ihnen gut geht, und nicht, um Sie einzuschränken.
Liebe Schülerinnen und Schüler, Ihre Lehrer und Pädagogen sind nicht nur da, um Sie zu benoten und in Fächern zu unterrichten, sondern um Ihre Unterstützung zu sein. Wir laden Sie ein, in den Schulen, in einer sicheren Umgebung, Ihre Forderungen zu artikulieren. Wir sind hier, um diese Forderungen in Taten umzusetzen.
Wir werden nicht nur reden, wir werden, wie bisher auch, Ihr Schutzschild im System sein. In Zusammenarbeit mit Ihnen, den Schülerräten und der Fachwelt werden wir auf dringende Veränderungen bestehen, die das höchstmögliche Maß Ihrer Sicherheit gewährleisten. Sie sind unser Gewissen. Wir sind Ihre Unterstützung“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
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