Italiens Sportminister fordert Rücktritte nach Niederlage gegen die Auswahl von Bosnien und Herzegowina

Patria
AutorPatria
19:41
Podijeli:
Italiens Sportminister fordert Rücktritte nach Niederlage gegen die Auswahl von Bosnien und Herzegowina

(Patria) - Der italienische Sportminister Andrea Abodi forderte am Mittwoch den Rücktritt des Präsidenten des Italienischen Fußballverbandes (FIGC) nach dem Scheitern Italiens, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Allen sei klar, dass der italienische Fußball erneuert werden müsse, schrieb er in einer Erklärung einen Tag nach der Niederlage Italiens im Finale der europäischen Play-offs gegen Bosnien und Herzegowina im Elfmeterschießen.

Nach den Worten des Ministers müsse "dieser Prozess eine Erneuerung innerhalb der Führung des FIGC umfassen", dem seit 2018 Gabriele Gravina vorsteht.

Die beiden vorherigen Präsidenten des Verbandes waren nach den Misserfolgen 2014 (Ausscheiden in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft) und 2018 (Ausscheiden gegen Schweden in den Play-offs für die Weltmeisterschaft in Russland) zurückgetreten.

"Ich erwarte eine zielgerichtete Antwort des Italienischen Fußballverbandes. Es könnte passieren, dass sie mich zwingen, über das Parlament zu handeln, aber ich würde diese Entscheidung lieber dem FIGC überlassen. Es ist wichtig, nicht denselben Fehler zu wiederholen oder so zu tun, als sei nichts geschehen", erklärte der Minister.

Nach der Niederlage Italiens gegen Bosnien in Zenica nach Elfmeterschießen hatte Gabriele Gravina, den Rücktrittsforderungen zuvorkommend, für die nächste Woche eine Sitzung des Exekutivkomitees einberufen, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Das erste Treffen mit Vertretern der Profiligen (Serie A, Serie B und Serie C) sowie der Spieler- und Trainervereinigungen ist für Donnerstag angesetzt.

Am Dienstagabend hatte der FIGC-Präsident eingeräumt, dass der italienische Fußball eine "tiefe Krise, eine allgemeine Krise durchlebe, die ein umfassendes Nachdenken erfordere, nicht nur seitens des Verbandes, sondern auch der italienischen politischen Sphäre". Gravina hatte sich mehrfach auf die Regierung bezogen und sich über Hindernisse beklagt, auf die er gestoßen sei, was den Sportminister nicht zufriedenstellte.

Er hatte auch eine heftige Reaktion prominenter Persönlichkeiten des italienischen Sports ausgelöst, indem er andere Sportarten im Vergleich zum Fußball als "Amateure" bezeichnete.

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