
(Patria) - Der Wirtschaftsminister des Kantons Zenica-Doboj, Samir Šibonjić, nahm am traditionellen Treffen der Alumni teil, die einen Teil ihrer Ausbildung in der Türkei absolviert haben, einer Veranstaltung, die seit Jahren ehemalige Studenten zusammenbringt und an die bereits in der Nachkriegszeit geknüpften Bande erinnert.
Das Treffen diente als Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, aber auch zur Betonung der Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten.
In seiner Ansprache erinnerte Šibonjić an die Zeit, als junge Menschen aus Bosnien und Herzegowina unmittelbar nach dem Krieg zum Studium in die Türkei gingen, was für viele einen Wendepunkt in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung darstellte.
„Heute habe ich am traditionellen Treffen der Alumni der Türkei teilgenommen, wo ich als Vertreter der ersten Generation sprach, die in den neunziger Jahren, unmittelbar nach dem Krieg, zum Studium in die Republik Türkei ging.“
Wie er betonte, spielt gerade diese Generation heute eine besondere Rolle bei der Stärkung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
„Diese Generation stellt heute eine Brücke der Zusammenarbeit zwischen Bosnien und Herzegowina und der Republik Türkei dar – eine Brücke, die auf Wissen, gegenseitigem Respekt und aufrichtiger Freundschaft unserer Völker beruht. Gerade durch solche Bande bauen wir stabilere Institutionen, eine stärkere Wirtschaft und eine sicherere Zukunft für die neuen Generationen auf.“
Lektionen außerhalb des Klassenzimmers
Der Aufenthalt in der Türkei war nach den Worten des Ministers nicht nur eine akademische Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, Werte zu verinnerlichen, die die Gesellschaft prägen.
„In der Türkei haben wir neben der Bildung gelernt, wie man die Heimat liebt, die Flagge und das Volk respektiert, aber auch, wie man eine offene Gesellschaft aufbaut, die Zusammenarbeit und Solidarität unter den Menschen schätzt.“
Diese Botschaften haben, wie betont wurde, heute im Kontext der gegenwärtigen Herausforderungen und der Notwendigkeit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, zusätzliches Gewicht.
Partnerschaft mit konkreten Ergebnissen
Mit Blick auf die Beziehungen zwischen Bosnien und Herzegowina und der Türkei wies Šibonjić auf deren Breite und Bedeutung hin und betonte, dass die Zusammenarbeit nicht nur auf politischer Ebene stattfinde.
„Heute ist klar, dass Bosnien und Herzegowina und die Republik Türkei eine außergewöhnlich starke strategische Partnerschaft haben, die sich in politischer Unterstützung, wirtschaftlichen Investitionen und kontinuierlicher Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen widerspiegelt. Es liegt an uns, diese Beziehungen weiter zu verbessern und in konkrete Projekte umzuwandeln, die unseren Bürgern Nutzen bringen.“
Gerade durch solche Initiativen, so meint er, sei eine langfristige Entwicklung und Stabilität möglich.
Dank und Botschaft für die Zukunft
Am Ende seiner Rede richtete der Minister Dankesworte an die Vertreter der Türkei, die den Studenten aus Bosnien und Herzegowina über Jahre hinweg Unterstützung gewährt hatten.
„Im Namen aller Alumni bedankte ich mich bei den Vertretern der Republik Türkei für die Unterstützung und die Gelegenheit, die sie uns geboten haben, insbesondere beim Vorsitzenden der Direktion für Diaspora und verwandte Gemeinschaften, Abdulhadi Turus, sowie beim Botschafter der Republik Türkei in Bosnien und Herzegowina, Emin Akseki.“
Die Botschaft des Treffens war klar: Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sollten durch konkrete Initiativen weiterentwickelt werden.
„Unsere gemeinsame Verpflichtung ist es, die Freundschaft zwischen Bosnien und Herzegowina und der Republik Türkei weiter zu stärken – durch konkrete Projekte, Investitionen und institutionelle Zusammenarbeit, zum Wohle aller unserer Bürger.“
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