
(Patria) - Der Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina, Dr. Sevlid Hurtić, weilt heute zu einem offiziellen Besuch in der Gemeinde Ključ, wo er ein Arbeitstreffen mit dem Gemeindevorsteher Jasmin Musić abhielt. Während des Treffens wurde über realisierte und geplante Projekte sowie über Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und der lokalen Gemeinschaft zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürger gesprochen.
„Es ist mir eine Freude, dass die Gemeinde Ključ die Bedeutung der Partnerschaft mit höheren Regierungsebenen und internationalen Organisationen erkennt. Heute haben wir über konkrete Projekte gesprochen, die bereits umgesetzt wurden, aber auch über Pläne für zukünftige Aktivitäten, die diese Gemeinschaft weiter stärken werden“, sagte Minister Hurtić.
Der Gemeindevorsteher von Ključ, Jasmin Musić, betonte die Bedeutung der Unterstützung durch das Ministerium: „Ich danke Minister Hurtić für den Besuch und die kontinuierliche Unterstützung, die er unserer Gemeinde zukommen lässt. Besonders schätzen wir die Zusammenarbeit bei Projekten, die die Diaspora und die Infrastruktur einbeziehen, da dies Schlüsselelemente für die Entwicklung der lokalen Gemeinschaft sind.“
An dem Treffen nahm auch der Gemeindevorsteher von Ribnik, Duško Dakić, teil, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Entitäten zu stärken und sich über potenzielle gemeinsame Projekte zu verständigen, die zur Entwicklung und Vernetzung dieser lokalen Gemeinschaften beitragen würden.
Im Gespräch wurden Möglichkeiten zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur, zur Stärkung der institutionellen Zusammenarbeit sowie zur Unterstützung von Projekten von Bedeutung für alle Bürger der Gemeinde Ribnik erörtert, mit besonderem Schwerpunkt auf Projekten, die in Partnerschaft mit Nachbargemeinden und mit Unterstützung staatlicher Institutionen und internationaler Organisationen realisiert werden können.
Der Gemeindevorsteher von Ribnik, Duško Dakić, äußerte seine Zufriedenheit über den Besuch des Ministers und seinen Willen zur weiteren Zusammenarbeit.
„Ich danke Minister Hurtić für sein Kommen und sein Interesse an unserer Gemeinde. Wir haben ein gemeinsames Ziel – Bedingungen für den Verbleib und die Rückkehr der Bevölkerung zu schaffen, und ich glaube, dass wir dies durch gemeinsame Projekte und mit Unterstützung der zuständigen Institutionen erreichen können.“
Im Rahmen des Besuchs besichtigten Minister Hurtić und Gemeindevorsteher Musić das Diaspora-Büro der Gemeinde Ključ, das im Rahmen des Projekts „Diaspora für Entwicklung – D4D“ eröffnet wurde, das von der Schweizer Regierung, dem Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Bosnien und Herzegowina finanziell unterstützt wird. Die Einrichtung dieses Büros ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen und einer Initiative, die von Minister Hurtić persönlich vorangetrieben wurde.
„Die Diaspora stellt ein enormes Potenzial für die Entwicklung von Bosnien und Herzegowina dar. Durch Projekte wie ‚Diaspora für Entwicklung‘ schaffen wir Brücken zwischen unseren Landsleuten im Ausland und den lokalen Gemeinschaften. Die Gemeinde Ključ ist ein Beispiel dafür, wie diese Verbindungen institutionell gefestigt und in konkrete Ergebnisse umgesetzt werden können“, betonte Minister Hurtić während des Rundgangs.
Der Minister nahm auch an der Umsetzung des Projekts „Rekonstruktion der Verkehrsstraße in der Siedlung Ponjir“ in der Ortsgemeinschaft Velagići teil, das die Rekonstruktion einer 250 Meter langen Straße vorsieht. Der Projektwert beträgt 40.000 KM. Direkte Nutznießer dieses Projekts sind 18 Roma-Familien, was einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Angehörigen der Roma-Gemeinschaft darstellt.
„Investitionen in die Infrastruktur sind Investitionen in ein würdevolles Leben eines jeden Menschen. Dieses Projekt in Ponjir ist der Beweis dafür, dass die Fürsorge für marginalisierte Gruppen nicht nur deklaratorisch, sondern konkret und kontinuierlich ist“, so Hurtić.
Es ist wichtig zu betonen, dass von 2009 bis heute durch Projekte zur Wohnraumversorgung der Roma in der Gemeinde Ključ insgesamt 460.000 KM investiert wurden. Mit diesen Mitteln wurden 3 neue Gebäude errichtet, 30 Wohneinheiten saniert und 54 Familien in Infrastrukturprojekte einbezogen, wodurch die Lebensqualität der Roma-Bevölkerung in diesem Gebiet erheblich verbessert wurde.
Minister Hurtić schloss den Besuch mit der Botschaft, dass das Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina auch weiterhin ein starker Partner für lokale Gemeinschaften bleiben werde, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsprojekte zeigen.
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