
(Patria) - Der bosnisch-herzegowinische Verteidigungsminister Zukan Helez empfing heute in Sarajevo zusammen mit seinem Stellvertreter Slaven Galić eine Delegation des Schweizer Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, angeführt von Bundesrat Martin Pfister.
An dem Treffen nahmen auch der Schweizer Staatssekretär für Sicherheitspolitik Markus Mäder, der Botschafter der Schweizerischen Eidgenossenschaft Gabriele Derightti sowie die stellvertretenden Minister der Verteidigungsministeriums von Bosnien und Herzegowina, Zoran Šajinović, Dženan Redžo und Mišo Božićković, teil.
Foto: Patria
Anwesend waren auch der Militärberater des Schweizer Verteidigungsministers, Generalmajor Melchior Stoller, der Kommandant des Schweizer Ausbildungszentrums für Friedensoperationen SWISSINT, Oberst Christoph Fehr, der nicht-residierende Militärattaché der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Oberst Reto Rutsch, und weitere Mitarbeiter.
Die Gesprächspartner sprachen über die Unterstützung, die Bosnien und Herzegowina von der Schweizerischen Eidgenossenschaft erhält, sowohl durch die Entsendung von Angehörigen des Verteidigungsministeriums und der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina zu verschiedenen Kursen und Seminaren in der Schweiz und durch verschiedene Spenden, als auch durch den Beitrag der Schweiz zur Arbeit des Strategischen Komitees zur Lösung von Waffenüberschüssen in Bosnien und Herzegowina.
Insbesondere wurde die Bedeutung der EUFOR-Mission Althea in Bosnien und Herzegowina sowie die aktuelle Sicherheitslage in Europa und deren Auswirkungen auf den Westbalkan und Bosnien und Herzegowina erörtert.
Die Gesprächspartner stellten fest, dass die bilaterale militärische Zusammenarbeit zwischen Bosnien und Herzegowina und der Schweiz gut verläuft und weiterentwickelt werden sollte.
Besonders hervorgehoben wurde die Hilfe der Schweizer mobilen Schulungsteams im Bereich des sicheren Transports von Munition und Waffen sowie im Gabelstaplerbetrieb, durch die 491 Angehörige der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina ausgebildet wurden.
Die Schweiz hat außerdem 50 Hubwagen und 79 Gabelstapler gespendet.
Sowohl Minister Helez als auch stellvertretender Minister Galić drückten ihre Dankbarkeit für diese Schweizer Unterstützung aus und äußerten ihre Zuversicht, dass ähnliche Projekte fortgesetzt werden.
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- Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat mit ihrer kantonalen Struktur, ihrer multikulturellen und multinationalen Zusammensetzung in vielerlei Hinsicht Ähnlichkeiten mit Bosnien und Herzegowina.
Ich bin zuversichtlich, dass wir in Bosnien und Herzegowina dem Schweizer Beispiel folgen und auf der Grundlage dieser Erfahrungen ein Land für alle schaffen können, die darin leben.
Die Unterstützung der Schweiz ist uns wichtig, da sie die Souveränität und territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina unterstützt, aber auch den Völkermord in Srebrenica anerkennt und damit den wahren Weg zu Wahrheit und Versöhnung aufzeigt – sagte Helez.
Der Schweizer Minister Pfister betonte, dass die Stabilität der Region für die Schweiz von großem Interesse sei und dass sie Bosnien und Herzegowina auf seinem Weg zur euro-atlantischen Integration unterstütze, mit dem Ziel, eine friedliche und kohäsive demokratische Gesellschaft aufzubauen.
- Wir unterstützen die Souveränität und territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina. Wir werden uns weiterhin für Frieden, Sicherheit, Fortschritt und gute Regierungsführung in der gesamten Region einsetzen.
Wir möchten unsere Solidarität zum 30. Jahrestag des Völkermords in Srebrenica aufrichtig zum Ausdruck bringen, mit besonderem Mitgefühl für die Opferfamilien – schloss der Schweizer Verteidigungsminister.
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