
(Patria) - Tvrtko Milović, ehemaliger Propagandist des HDZ-BiH-Chefs Dragan Čović und heute Journalist in den sozialen Medien für den gemeinsamen Kandidaten der kroatischen Opposition Petorka für das Präsidialamt der BiH, Zdenko Lučić, hat sich heute auf Facebook mit einer Veröffentlichung zu Wort gemeldet, die er als "Demokratische Renaissance in Herceg-Bosna" bezeichnete.
Milovićs Veröffentlichung wird im Folgenden wiedergegeben.
"Die Medien schreien dieser Tage, wer wo im Krieg war, wer ein Schmuggler ist, wer ein Krimineller ist... Nein, das sind keine üblichen Beschimpfungen auf der bosniakischen politischen Bühne.
Das ist nicht das Geschrei von Vukanović aus der letzten Reihe. Dies ist ein Diskurs zwischen dem absoluten Herrscher des Rings im kroatischen politischen Korps, Dragan Čović, in allen Kategorien, und seinem Herausforderer Zdenko Lučić.
Der erfahrene Čović, der es gewohnt ist, seinen Gegner bis zur zehnten Sekunde der ersten Runde auszuknocken, hat diesmal einen Gegner mit guter Beinarbeit, schnellen und häufigen Haken von links und rechts bekommen.
Im Moment ist Čović etwas nervös, nichts Schlimmes. Aber zum ersten Mal im Ring von Herceg-Bosna gehen die Gegner in die zweite Runde.
Dieser Kampf, den die bosnisch-herzegowinischen Kroaten mit aufgerissenen Augen und vor Staunen geöffneten Mündern verfolgen, hätte vor zwanzig Jahren stattfinden sollen. Aber Komšić mit 100.000 Bosniaken hat ihn unterbrochen.
Und so warten die Kroaten 20 Jahre darauf, dass das Unheil vorüberzieht, dass das Volk dort weitermacht, wo es aufgehört hat. Deshalb ist eines der Themen auch 'Wo warst du 91?'. Das Thema ist alt, vielleicht unwichtig, aber es lässt sich nicht überspringen.
In den letzten zwanzig Jahren hat Čović, allein im Ring von Herceg-Bosna, seine eigenen Kampfregeln durchgesetzt. Seinen Diskurs.
Man kann nur nach seinen Regeln spielen, seine Themen, seine Erzählung nutzen... man kann nur über das Wahlgesetz und die Gleichberechtigung sprechen.
Keine erhobenen Töne, keine Unverschämtheit, keine Unkorrektheit, keine Tiefschläge. Seine Garnitur, immer in der gleichen Pose und Stille, steht hinter ihm, bereit, mit ihrem Körper, aber nicht mit ihrem Verstand, seine Position zu stärken.
Čova hat die Spielregeln so festgelegt, dass er unbesiegbar ist. Die Opposition, die diesen Regeln zugestimmt hat, hat immer verloren.
Die Idee, dass alle Parteien dem HNS beitreten, um sich dort mit Demokratie zu beschäftigen, ist gleichbedeutend mit der Idee der Gestapo, sich nach dem Betreten des Lagers zu duschen.
Die Chancen der kroatischen Parteien, später gleichberechtigt mit Čović in den Ring zu steigen, sind gleich den Chancen der Juden, nach dem Duschen in Treblinka sauber herauszukommen und zu einem Kuchen zu gehen.
Nun, da das kroatische Volk zwanzig Jahre lang daran gewöhnt war, Čović dabei zuzusehen, wie er mit der einen Hand die Opposition schlägt und mit der anderen höflich den Mund bedeckt, während er gähnt, tritt ein neuer Spieler auf. Frisch, vorbereitet und motiviert. Plötzlich sehen wir Mike Tyson gegen Buster Douglas.
Ein wichtiger Prozess findet in der Menge statt. Das Publikum sieht endlich etwas Neues. Das kroatische Volk sieht Čović zum ersten Mal, wie er jemanden der Veruntreuung beschuldigt. Zum ersten Mal hinterfragt Čović jemandes Kriegsweg. Zum ersten Mal verteidigt Čović seinen persönlichen Ruf auf diese Weise.
Für das kroatische Volk ist dies nicht nur ein Beweis dafür, dass er auch ein emotionales Wesen ist, sondern ein Beweis dafür, dass es unter den Kroaten jemanden gibt, der bereit ist, sich einer bis dahin unbestreitbaren Autorität zu widersetzen.
Was folgt, ist typisch für alle slawischen Völker: Der Damm der Zurückhaltung, den Čović vor langer Zeit errichtet hat, bricht. Plötzlich beschimpfen alle, schreien und drohen.
Man ergreift Partei und holt die schwerste Waffe hervor, wie wir sie nur von bosniakischen Kommentatoren sehen, wenn Herceg-Bosna im Titel des Textes steht.
Die Flut der demokratischen Renaissance hat in nur wenigen Tagen eine Flutwelle gebildet, von der niemand weiß, wohin sie geht und wo sie enden wird.
Die kroatische Opposition wird mit ziemlicher Sicherheit auf dieser Welle surfen, denn ihre Alternative ist der Untergang.
In der Flutwelle von Fragen, wer ein Dieb ist, wer stiehlt, wer wen ernennt und wo, wer öffentliche Gelder nimmt, wer kompetent ist und wer nicht, und all jenen Fragen, die wir in Cafés stellen, aber zu Hause vergessen, haben alte Narrative keine Chance.
Das kroatische Volk in Herceg-Bosna erlebt eine demokratische Renaissance, die ein Sack Sand namens Komšić und ein Brett namens Kovačević nicht aufhalten können."
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten sabotierten Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













