Mektić: Migranten haben neue Route für Einreise nach Bosnien-Herzegowina

Patria
AutorPatria
17:01
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Mektić: Migranten haben neue Route für Einreise nach Bosnien-Herzegowina

Der bosnische Sicherheitsminister Dragan Mektić erklärte heute, dass am Wochenende 350 Migranten eingereist seien, es sei jedoch noch nicht bekannt, wo genau sie eingereist sind, beziehungsweise auf welcher Route. 

In Bosnien-Herzegowina halten sich etwa 1.700 bis 1.800 Migranten auf. Der operative Stab tagt jede Woche, um die Daten zu aktualisieren und der Öffentlichkeit genaue Informationen zu geben. 

Mektić bestätigte, dass sich der Grenzpolizei von Bosnien-Herzegowina auch 60 Polizisten der Innenministeriums der Republika Srpska anschließen werden, die an den Eingängen in Trebinje, Gacko und Bileća eingesetzt werden, während 15 Polizisten aus dem Distrikt Brčko an den Übergängen Zvornik, Višegrad und Bijeljina sein werden.

Minister Mektić gab auch an, dass die Migrantenkrise in Bosnien-Herzegowina zunehmend für politische Zwecke genutzt werde. 

- Die Migrantenkrise wird auf verschiedene Weise missbraucht, bis hin zur Verbreitung von Angst und Beunruhigung der Bürger. Nicht einem einzigen Migranten wurde Asyl gewährt - betonte Mektić und erklärte, dass an den Geschichten, dass sich Migranten in Bosnien-Herzegowina niederlassen, nichts dran sei.

Morgen findet ein Treffen mit den Premierministern der Regierungen des Kantons Srednjobosanski und des Kantons Una-Sana statt.

- Im Kanton Una-Sana ist die Situation komplex und wir haben keine angemessene Antwort im Sinne der Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Aufnahmezentrums. In Bihać ist die Unterkunft, in der die Migranten leben, nicht geeignet, während sie in Velika Kladuša in Zelten, beziehungsweise auf offenen Feldern leben. Es gibt Strom, Wasser, aber es muss noch mehr getan werden, um eine möglichst gute Unterkunft zu bieten. In Velika Kladuša haben viele Bürger in der Nähe der Zelte Migranten in ihren Häusern aufgenommen, so dass wir planen, die Objekte von 'Agrokomerc' zu übernehmen, falls dies möglich sein sollte, da wir der Meinung sind, dass dort genügend Kapazitäten vorhanden sind, um Flüchtlinge in diesem Kanton unterzubringen - sagte Mektić.

Er erklärte, dass die Informationen, dass es nicht genug Nahrung für die Migranten gebe, nicht zutreffen, und sagte, dass er persönlich mit dem Finanzministerium eine Initiative gestartet habe, dem Roten Kreuz 50.000 KM aus Zuschussmitteln zu gewähren und dem Roten Kreuz in Mostar 25.000 KM für Salakovac, um ausreichend Nahrung sicherzustellen.

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