
(Patria) – Anlässlich der aktuellen Ereignisse und der Affäre, die die Institutionen der Föderation BiH erschüttert, erklärte der Vorsitzende der Partei NAPRIJED BiH, Šemsudin Mehmedović, dass der Rücktritt ein moralischer Akt und keine Schwäche sei, und dass jeder, der das Vertrauen der Bürger in den Staat untergräbt, Verantwortung tragen müsse.
„In Ländern mit entwickelter Demokratie verstehen sich manche Dinge von selbst, während sie bei uns, wenn sie nicht niedergeschrieben sind, nicht als selbstverständlich gelten. Der Rücktritt ist ein moralisch-politischer Akt, mit dem die Haltung gegenüber Ereignissen oder Erscheinungen in der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht wird – wir müssen uns als Gesellschaft noch weiterentwickeln“, so Mehmedović.
Er betonte, dass er während seines langjährigen politischen Engagements – sei es als Abgeordneter im Parlament von BiH oder als Innenminister – stets im Interesse des Staates und seiner Institutionen gehandelt habe.
Mit Blick auf die Affäre, die die Öffentlichkeit bereits seit längerem erschüttert, sagte Mehmedović, dass sie das Vertrauen in die Institutionen der Föderation BiH untergrabe, und gerade in diese müssten die Bürger volles Vertrauen haben.
„Deshalb sollte man die Korrespondenz des föderalen Premierministers und des Direktors der Föderalen Polizeiverwaltung ernst nehmen, falls sich deren Glaubwürdigkeit und Richtigkeit erweisen. Die zuständigen Behörden sollten diesen Fall professionell und unparteiisch untersuchen lassen, denn jeder Einfluss auf die Institutionen – in diesem Fall die Justiz – würde die Krise, in der sich der Staat befindet, nur vertiefen“, betonte er.
Er warnte auch vor der Möglichkeit, dass die aktuellen Ereignisse von jenen ausgenutzt werden könnten, die offen gegen den Staat arbeiten.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Milorad Dodik, bekannt für seine Missachtung der Institutionen und die Blockade von allem, was dem Staat nützt, dies ausnutzt und verzerrt darstellt, indem er sich damit rechtfertigt, dass sich die Politiker in der Föderation genauso verhielten. Damit würden wir all das in den Schatten stellen, was sich in der Entität Republika Srpska ereignet und was zum Nachteil von Bosnien und Herzegowina ist“, warnte Mehmedović.
Abschließend erklärte er, dass ihm nicht die Namen wichtig seien, sondern die Institutionen: die Regierung der Föderation BiH, das Innenministerium und die Föderale Polizeiverwaltung, und dass alle Fälle untersucht und sanktioniert werden sollten, wenn dafür eine Grundlage bestehe.
„Ich war nie persönlich, deshalb rufe ich dazu auf, diesen sowie alle anderen Fälle so schnell wie möglich zu untersuchen und angemessen zu sanktionieren, falls dies erforderlich sein sollte“, schloss Mehmedović.
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