
(Patria) - Der Koordinationsmechanismus, der sich mit dem EU-Beitritt befasst, an dessen Arbeit der Ministerrat, die Entitäten, die Kantone und der Distrikt Brčko beteiligt sind, die alle gemeinsam und gleichberechtigt über staatliche Angelegenheiten entscheiden, erweckt den Anschein, dass Bosnien und Herzegowina eine Konföderation oder ein Staatenbund sei, was es nicht ist und niemals sein wird.
Dies erklärte heute in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken Slaven Kovačević, Berater des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić.
"Wer auch immer diesen 'Koordinationsmechanismus' damals im Jahr 2016 eingeführt hat, musste die Folgen einer so unvernünftigen und keineswegs klugen Entscheidung bedenken, ebenso wie die derzeitige Regierung, ungeachtet des Strebens nach Kompromissen und Zugeständnissen, dies hätte bedenken sollen. Leider ist das nicht geschehen.
Darüber hinaus wurde derselbe Koordinationsmechanismus in der Stellungnahme der Europäischen Kommission als ineffizient bewertet, insbesondere weil daran 14 Führungskräfte aus 14 verschiedenen Regierungssystemen teilnehmen (1 Staatsregierung + 2 Entitätsregierungen + 10 Kantonsregierungen + Distrikt Brčko = 14).
Brüssel oder die EU-Verwaltung erwartet nur eine Adresse für Gespräche/Verhandlungen, und das ist ausschließlich die Staatsregierung. Deshalb ist es wichtig, sich mit der Ursache zu befassen, nämlich der Existenz des Koordinationsmechanismus, und nicht mit den Folgen, die ein solch schlechtes System hervorbringt.
Wie man es auch dreht und wendet, wir sind weit entfernt von einer ernsthaften EU-Geschichte, solange wir nicht endlich beginnen, die EU-Werte und die daraus resultierenden EU-Standards zu respektieren.
Den Staat und seine Regierung zu derogieren, selbst für eine anfängliche Tranche von 70 Millionen Euro, ist etwas zu kühn und zu viel. Insbesondere weil völlig ungewiss ist, ob das, was die derzeitige Regierung als 'Entwurf der Reformagenda' bezeichnet, überhaupt von der Europäischen Kommission angenommen würde und ob dies überhaupt den EU-Wachstumsplan für Bosnien und Herzegowina (der seine 4 Säulen und 7 Bereiche hat) aktivieren würde.
Es gibt keine solche Besonderheit oder irgendeine andere Ausrede, die die Existenz des Koordinationsmechanismus rechtfertigen kann, der eigentlich das genaue Gegenteil dessen ist, was die Brüsseler EU-Verwaltung von Bosnien und Herzegowina erwartet.
Ich habe auch darüber gesprochen, dass gemäß dem Bericht der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2022 etwa 120 Reformen für den Beginn oder das Datum der EU-Beitrittsverhandlungen erwartet werden, was jemand beharrlich als nur 8 Screening darzustellen versucht.
In dieser abstrakten Realität leben eine Reihe politischer Akteure, die ständige Zugeständnisse von der EU-Verwaltung erwarten, was nicht mehr vorkommen wird", sagte Kovačević.
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