Unter den Verletzten bei Brand im schweizerischen Crans-Montana auch ein Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina

Patria
AutorPatria
17:09
Podijeli:
Unter den Verletzten bei Brand im schweizerischen Crans-Montana auch ein Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina

(Patria) - Nach offiziellen Angaben sind 40 Menschen ums Leben gekommen und 119 verletzt worden bei einem Brand, der sich in der Silvesternacht im bekannten Skigebiet Crans-Montana im Südwesten der Schweiz ereignete.

Der Brand in der Bar "Le Constellation" brach um 1.30 Uhr aus. Die Behörden bestätigten, dass sich in der Bar Menschen verschiedener Nationalitäten befanden. Die leitende Regionalstaatsanwältin merkte an, dass die Behörden den Fall als Brand behandeln und ein Angriff ausgeschlossen sei.

Der Chef der Kantonsregierung Wallis, Mathias Reynard, richtete zu Beginn der heutigen Pressekonferenz eine Botschaft an die Familien der Opfer, die Verletzten und diejenigen, die noch auf Nachrichten über ihre Angehörigen warten.

Er bestätigte, dass bei dem Brand mindestens 119 Menschen verletzt wurden, von denen etwa die Hälfte im Spital Wallis versorgt wurde. Er sagte auch, dass mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen seien.

- Diese Zahlen sind zutiefst besorgniserregend. Dies ist eine Tragödie für das Wallis. Es ist zugleich eine Tragödie für die Schweiz und für ganz Europa - sagte Reynard.

Der Polizeikommandant Frédéric Gisler sagte, dass die Kantonspolizei Wallis seit dem Unglück intensiv daran arbeite, legitime Antworten auf zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit der Katastrophe zu geben. Er gab an, dass insgesamt 119 Personen verletzt seien, von denen 113 bereits formell identifiziert worden seien.

Unter den Verletzten sind:
‣ 71 Schweizer Staatsbürger;
‣ 14 Franzosen;
‣ 11 Italiener;
‣ vier Staatsbürger Serbiens;
ein Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina;
‣ ein Belgier;
‣ ein Luxemburger;
‣ ein Pole;
‣ ein Portugiese;
‣ 14 Asiaten.

Derzeit sind 40 Todesfälle bestätigt. Die zuständigen Stellen betonen, dass es sich um vorläufige Daten handelt und sich die Zahlen im Zuge der fortschreitenden Identifizierung ändern können.

Die Schweizer Polizei arbeitet bei der Identifizierung mit den Behörden Frankreichs, Belgiens, Polens, Portugals, Kongos, Serbiens, der Türkei, Rumäniens und der Philippinen zusammen.

Die Staatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, sagte, dass die Staatsanwaltschaft intensiv daran arbeite, die Umstände dieser Tragödie zu klären.

- Nach bisherigen Erkenntnissen ging der Brand wahrscheinlich von Sprinklern beziehungsweise Fackeln aus, die auf Champagnerflaschen angebracht waren. Sie wurden der Decke angenähert, woraufhin es zu einem sogenannten Flashover kam und sich das Feuer extrem schnell ausbreitete - sagte Pilloud.

Sie gab an, dass Aufnahmen beschafft und mehrere Personen befragt worden seien, darunter auch zwei französische Barkeeper.

- Wir werden prüfen, ob eine strafrechtliche Verantwortung von Einzelpersonen für dieses Ereignis besteht - fügte Pilloud hinzu.

Sollte dies bestätigt werden und sollten diese Personen am Leben sein, kündigte sie an, dass eine Untersuchung wegen fahrlässiger Brandstiftung, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werde.

Etwa 50 bei dem Brand verletzte Personen seien in Krankenhäuser in anderen europäischen Ländern verlegt worden oder würden dorthin verlegt, um spezialisiert behandelt zu werden, sagte Mathias Reynard vor Journalisten.

Seinen Worten zufolge wurden etwa 50 Verletzte in europäische Länder, in spezialisierte Zentren für die Behandlung von Verbrennungen, gebracht oder werden dorthin gebracht.

Er fügte hinzu, dass es eine Kommunikation mit dem französischen Gesundheitsminister gegeben habe und die Patiententransfers in Krankenhäuser in Frankreich bereits begonnen hätten.

Reynard gab auch an, dass die Schweizer Gesundheitsbehörden ein Hilfsangebot zur Versorgung der verletzten Patienten aus Italien erhalten hätten, sodass ein Teil der Patienten nach Norditalien verlegt werde.

Auf der Pressekonferenz zum Brand in der Schweizer Bar sprach auch der Chef der Kriminalpolizei des Kantons Wallis, Pierre-Antoine Lengen.

Er sagte, dass spezialisierte Gerichtsgutachter, Zahnärzte und Polizisten an der Identifizierung der Opfer arbeiteten.

- Im Rahmen dieses Verfahrens werden Fingerabdrücke, persönliche Gegenstände, Kleidung und DNA-Proben analysiert - erläuterte Lengen.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija