
Familien, Freunde, Nachbarn sowie Delegationen des Kantons und der Stadt Sarajevo sowie der Gemeinde Novi Grad legten heute Blumen nieder und erwiesen den Opfern mit dem Rezitieren der Fatiha und einer Schweigeminute die letzte Ehre an der Stelle des Massakers beim Markt auf dem Alipašino Polje.
An jenem verhängnisvollen Ort vor 23 Jahren verloren ihr Leben: Rifet Bahtić, Jasmin Đozo, Muniba Ganija, Nermin Gušić, Zoran Kafedžić, Sadrija Krasnići, Nadežda Puljić, Daniel Turkulj, Edin Uzunović und zwei weitere Bürger, die leider nie identifiziert wurden, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
-Am heutigen Tag im Jahr 1992 um etwa 12 Uhr wurde von feindlichen Stellungen aus Richtung Nedžarić eine Mörsergranate des Kalibers 120 Millimeter abgefeuert, die in eine Gruppe von Bürgern einschlug, wobei 11 unserer Mitbürger sofort getötet und 53 schwerer und leichter verletzt wurden, erinnerte der Wirtschaftsminister des Kantons Sarajevo, Muharem Šabić, alle Anwesenden.
An der Stelle des Leids ihres Mannes war auch Miraleta Bahtić, die sich mit Tränen in den Augen an jenen traurigen Tag erinnerte, als ihr Mann Rifet Brot holen ging und beim Anstehen, um es für sich und die anderen Familienmitglieder zu kaufen, sein Leben verlor.
-Es gab eine etwa 200 Meter lange Schlange für Brot, und plötzlich fiel eine Granate. Neben mir starb der 24-jährige Jasmin Đozo, und mich traf ein Splitter in der Wirbelsäule, und ich fiel. Ein kleines Mädchen half mir aufzustehen, aber ich konnte nicht auf den Beinen stehen. In einen Lastwagen wurden die Toten und Verletzten geladen. Es war entsetzlich. Es fällt mir schwer zu sprechen, die Emotionen kehren zurück, ergänzte Hamdija Smajić, der auch in diesem Jahr an diesem Jahrestag teilnahm, mit Details vom Ort des Leids, teilte die Regierung des Kantons Sarajevo mit.
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