
(Patria) - Senadin Lavić, Dženan Đonlagić und Zlatan Begić, Professoren der Universität Sarajevo und der Universität Tuzla, unterstützen voll und ganz alle Mitarbeiter der National- und Universitätsbibliothek von Bosnien und Herzegowina (NUB BiH) in ihrem Kampf um den Erhalt der Institution und ihrer zukünftigen Arbeit.
„Die Verantwortungslosigkeit und Dreistigkeit der aktuellen Regierung gegenüber der schwierigen Situation der National- und Universitätsbibliothek von Bosnien und Herzegowina ist unzulösbar. Für all jene, die in den Regierungsstrukturen unverantwortlich und uninformiert sind, muss betont werden, dass die NUB Bosnien und Herzegowina eines der herausragendsten Zeichen des Staates und des Systems der Bildung und der allgemeinen Alphabetisierung ist.
Der Ministerrat von BiH trägt die volle Verantwortung nicht nur für die NUB BiH, sondern auch für alle wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen von Bedeutung für den Staat.
Die NUB BiH ist eine strategisch wichtige Institution für alle Universitäten und die Verlagstätigkeit im ganzen Land. Wir rufen den Ministerrat von BiH auf, unverzüglich eine entsprechende Entscheidung zu treffen. Die Minister, die heute in der Regierung sitzen, haben die gesetzliche Verpflichtung, dieses nationale Denkmal und seine Sondersammlungen zu schützen“, so die Professoren.
Sie betonen auch, dass die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina unter der Leitung von Nermin Nikšić nichts davon abhält, angemessene Mittel für die Funktionsfähigkeit der National- und Universitätsbibliothek von Bosnien und Herzegowina bereitzustellen.
„Die NUB BiH wird keine weniger staatliche Institution, nur weil die Regierung des Entität, die am ehesten an der Funktionsfähigkeit der NUB BiH interessiert ist, die notwendigen Mittel dafür bereitstellt, wie es auch in der Vergangenheit der Fall war.
Wenn sich sowohl der Ministerrat als auch die Regierung der Föderation BiH über all das Genannte hinwegsetzen, kann kein anderer Schluss gezogen werden, als dass die Regierung der „Trojka“ bewusst nicht nur die Arbeit der National- und Universitätsbibliothek behindert, sondern auch die Möglichkeit der Buchveröffentlichung in Bosnien und Herzegowina abschaffen und die akademische Öffentlichkeit an Zagreb und Belgrad ausliefern will, wo sie ihre Werke veröffentlichen können.
Wenn die Regierung der „Trojka“ nicht die notwendigen Mittel bereitstellt, bedeutet dies, dass sie sich für einen kriminellen Schritt entschieden hat, nämlich für die Abschaffung einer Art einzigartiger Matrikelnummer in Wissenschaft, Bildung und Kultur, wobei jede der genannten Disziplinen zum Aussterben verurteilt ist.
Daher rufen wir als Universitätsmitarbeiter die aktuelle Regierung auf, das genannte Problem, das weder technischer noch finanzieller, sondern ausschließlich politischer Natur ist, dringend zu lösen“, schließen sie in ihrer Erklärung.
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