Lagumdžija im UN-Sicherheitsrat: Gerechtigkeit endet nicht mit Urteilen, der Völkermord in Srebrenica war und bleibt Völkermord

Patria
AutorPatria
21:21
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Lagumdžija im UN-Sicherheitsrat: Gerechtigkeit endet nicht mit Urteilen, der Völkermord in Srebrenica war und bleibt Völkermord

(Patria) - Der ständige Vertreter von BiH bei den Vereinten Nationen, Zlatko Lagumdžija, wandte sich heute Abend im UN-Sicherheitsrat in New York im Rahmen der halbjährlichen Debatte über den Internationalen residualmechanismus für die Strafgerichte (IRMCT) an die Anwesenden.

Lagumdžija betonte erneut die Bedeutung der Arbeit des IRMCT bei der Erreichung von Gerechtigkeit für die Opfer von Kriegsverbrechen und Völkermord in BiH und verurteilte scharf die fortgesetzte Leugnung des Völkermords in Srebrenica und die Verherrlichung von Kriegsverbrechern.

Er betonte, dass Gerechtigkeit nicht mit der Verkündung rechtskräftiger Urteile endet.

- Der Völkermord in Srebrenica war und bleibt Völkermord, was durch die Urteile des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) bestätigt wurde.

Leider wird in Serbien der Völkermord als „Ereignisse in Srebrenica“ bezeichnet, was inakzeptabel ist. Kriegsverbrecher werden gefeiert, während die Opfer und ihre Familien gedemütigt werden – sagte Lagumdžija.

Er hob hervor, dass Flüchtlinge, die wegen Völkermords und Kriegsverbrechen angeklagt sind, in Serbien Schutz und Freiheit genießen, anstatt der Gerechtigkeit zugeführt zu werden, und fügte hinzu, dass für die Versöhnung Gerechtigkeit und Anerkennung notwendig sind und dass Serbien eine Gelegenheit verpasst hat, seine aufrichtige Verpflichtung zu guten nachbarschaftlichen Beziehungen und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu zeigen.

Er lobte die Arbeit des Mechanismus und unterstützte dessen Fortsetzung, insbesondere im Hinblick auf die internationale Zusammenarbeit. Er sagte auch, dass die regionale Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung von Kriegsverbrechen entscheidend für die Erreichung von Gerechtigkeit sei.

Während seiner Rede ging er auch auf die Aussagen des verurteilten Kriegsverbrechers Radislav Krstić ein, die seiner Meinung nach in Serbien beschämendes Schweigen und Ignoranz hervorgerufen haben. Lagumdžija ist der Ansicht, dass Serbien die Gelegenheit zur aufrichtigen Auseinandersetzung mit seiner eigenen Vergangenheit nicht genutzt hat.

- Leugnung, Verherrlichung und mangelnde Reue töten weiter, nicht mit Waffen, sondern mit Worten – betont Lagumdžija.

Abschließend rief er zur Fortsetzung der Arbeit des Mechanismus und zur weiteren internationalen Unterstützung auf und schloss mit den Worten, dass Gerechtigkeit und Versöhnung nicht nur Verpflichtungen gegenüber der Vergangenheit seien, sondern auch die Grundlage für gesunde Beziehungen und Vertrauen in die Zukunft.

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