
(Patria) - Nächste Woche, am 22. Mai, jährt sich die Vollmitgliedschaft unseres Landes in den Vereinten Nationen zum 32. Mal. Dies ist zweifellos das wichtigste Datum in der modernen rechts-politischen Geschichte Bosniens und Herzegowinas.
Kein Mitglied dieser wichtigsten Institution und Organisation souveräner Staaten der Welt widersetzte sich diesem würdigen Akt der Aufnahme der Republik Bosnien und Herzegowina in die Vereinten Nationen. Es gibt zahlreiche Gründe, die bosnische nationale Würde und das noch größere bürgerliche Selbstvertrauen und den Stolz angesichts dieses historischen Ereignisses hervorzuheben. Denn mit diesem Akt ist „Bosnien und Herzegowina unwiderruflich Teil der Weltgemeinschaft souveräner Nationen“, ungeachtet aller Widrigkeiten, die es durchgemacht hat und immer noch durchmacht, sagte Adil Kulenović zu Beginn der heutigen Sitzung von Krug 99 zum Thema „Bosnien und Herzegowina ist unwiderruflich Teil der Weltgemeinschaft souveräner Nationen“.
„Für uns ist die wichtigste Tatsache, dass Bosnien und Herzegowina als unabhängiger und souveräner Staat mit unteilbarem Souveränitätsanspruch anerkannt wurde, was es mit einer republikanischen Ordnung nicht haben konnte, noch hatte es einen übertragenen Souveränitätsanspruch auf niedrigere Formen der administrativen Organisation. Schon gar nicht auf die ethnischen Gruppen und Völker, die darin leben. Es wurde also nicht ohne staatlichen Souveränitätsanspruch Mitglied der Vereinten Nationen, schon gar nicht als lose Konföderation oder Union souveräner Staaten. Aus diesem Grund sind alle aktuellen propagandistischen Bemühungen, politisches Taktieren und ebenso neue Gewaltandrohungen gegen Bosnien und Herzegowina, selbst wenn sie in quasi-wissenschaftlichen Pamphleten verpackt sind, zum Scheitern verurteilt. Vielleicht ist die deutliche, hohe Behandlung Bosniens und Herzegowinas im Prozess der Verabschiedung der Resolution über den Völkermord in Srebrenica die letzte Bestätigung der Souveränität der bosnischen Nation und all ihrer Bürger. Und der Grund für unsere Entschlossenheit“, betonte Kulenović.
Selbstverständlich, so fügt er hinzu, sind unsere Argumente für Kritik und enttäuschte, aber berechtigte Erwartungen während dieser 32 Jahre Vollmitgliedschaft in der UN durchaus stichhaltig.
„Diese basierten immer auf den proklamierten Zielen und Werten, Charten, Konventionen und anderen Dokumenten eben dieser wichtigsten Organisation für den Weltfrieden. Es hat lange gedauert, bis wir, auch auf blutige Weise, verstanden haben, dass die Vereinten Nationen selbst ein Ensemble realpolitischer Beziehungen und greifbarer Interessen in der Welt sind. Der begangene Völkermord in Bosnien und Herzegowina, dessen letzter Ausdruck in Srebrenica lag, ist die größte Schande gerade für diese Friedensorganisation der Welt. Gaza ist offensichtlich ein neuer Fall von Völkermord, der sich vor den Augen der Menschheit abspielt.
Wie auch immer, die Vereinten Nationen sind für den Weltfrieden notwendig, und Reformen sind notwendig, um ihre grundlegende Rolle angesichts der immer alarmierenderen Situationen in der Welt und der Bedürfnisse nach ihrem Handeln zu bekräftigen“, schloss Kulenović.
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