Kreis 99 zum Fall „Kovačević“: Ein Embargo auf Demokratie in einem UN-Mitgliedstaat und einem Aspiranten auf europäische Integrationen

Patria
AutorPatria
17:06
Podijeli:
Kreis 99 zum Fall „Kovačević“: Ein Embargo auf Demokratie in einem UN-Mitgliedstaat und einem Aspiranten auf europäische Integrationen

(Patria) - Kreis 99 hat sich in einer Erklärung zum Urteil der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall „Kovačević“ geäußert.

„Wenn sich zufällig eine ähnliche Situation in Bezug auf die Rechtmäßigkeit der Vertretung vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) im Revisionsverfahren im Fall ‚Bosnien und Herzegowina gegen Serbien und Montenegro‘ wiederholt hätte, d. h. wenn der Vertretungsbeauftragte die Legalität außerhalb des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina und der positiven Rechtsvorschriften erlangt hätte, wie es die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall ‚Kovačević‘ getan hat und nicht legitimierte Vertreter im Verfahren zugelassen hat, wäre das Ergebnis des ersten und wahrscheinlich auch des zweiten offensichtlich anders gewesen.

Umso mehr, als die ‚dritte selbsternannte Partei‘, der Hohe Repräsentant, unbestreitbar in einem Interessenkonflikt stand, indem er sich auf die Seite der politischen Option stellte, die Bosnien und Herzegowina um jeden Preis in der hegemonialen Unterordnung gegenüber den Nachbarstaaten halten will, und das unmögliche ethnopolitische System, einen untergeordneten und dysfunktionalen Staat zum Dauerzustand machen will.

Oder vielleicht zu neuen Versuchen der weiteren Zerstörung, Föderalisierung mit dem endgültigen Ergebnis der Teilung von Territorien an die Nachbarstaaten.

Die Spuren von Rechtsgewalt und der erkennbare politische Handschrift im Verfahren vor dem EGMR sind am deutlichsten in der unzulässigen eliminatorischen Argumentation ‚ad hominem‘, gegen die Person Slaven Kovačević, und nicht gegen den Kern der Sache, für den sich Millionen entrechteter Bürger in Forderungen nach gleichen und gleichberechtigten politischen Rechten auf dem gesamten Territorium von BiH und bei der Kandidatur sowie bei der Ausübung des aktiven Wahlrechts bei Wahlen einsetzen.

Das Argument, dass Kovačević keinen Opferstatus besitzt, entbehrt jeglicher stichhaltigen rechtlichen Begründung, weder nach gesundem Menschenverstand noch nach den Standards aller früheren Urteile und Fälle gleicher Art.“

„Mit Empörung weisen wir alle unbegründeten Behauptungen des EGMR zurück, dass das langjährige Mitglied des Kreises 99 Slaven Kovačević irgendjemanden bedroht oder eingeschüchtert habe, was denen zur Ehre gereicht, die zu einer solchen unrechtmäßigen Argumentation gegriffen haben.

Kreis 99 ist der Initiator des Prinzips der Verfassungsreform, nicht der Antragsteller Kovačević, so dass die Argumentation des EGMR, dass das legitime Ziel seines Antrags die Erreichung von Verfassungsänderungen sei, schlichtweg haltlos ist.

Ebenso ist es nicht das legitime Ziel in den Urteilen ‚Sejdić-Finci‘, ‚Zornić‘, ‚Pilav‘, ‚Šlaku‘ und ‚Pudarić‘ immer die Einleitung von Verfassungsänderungen zur Beseitigung von Diskriminierung in der Verfassung von Bosnien und Herzegowina gewesen? Nach unserer Meinung – ja.

Es ist unter den gegenwärtigen Umständen notwendig, sich der Tatsache zu stellen, dass mit dem gesamten Verfahren, das muss ganz klar gesagt werden, ein Embargo auf die Demokratie in einem Mitgliedstaat der Vereinten Nationen und einem Aspiranten auf europäische Integrationen und demokratische Standards verhängt wird“, betonen sie aus dem Kreis 99.

Sie appellieren an die gesamte Öffentlichkeit, die Medien und insbesondere an die staatsbildenden politischen Akteure, die abweichende Meinung im Verfahren vor der Großen Kammer des EGMR des Richters Faris Vehabović als die wichtigste und zuverlässigste Ausarbeitung dieses Verfahrens anzunehmen.

Die Rechtswissenschaft im In- und Ausland wird sich zweifellos noch lange mit diesem Präzedenzfall befassen.

Wir rufen unsere Öffentlichkeit im Land dazu auf, sich mit dem Originaltext des Richters Vehabović vertraut zu machen, anstatt mit parteiischen und manipulativen Interpretationen. Bürger in der Diaspora spielen die wichtigste Rolle bei der Verbreitung der abweichenden Meinung des Richters Vehabović, insbesondere an Orten ausländischen Einflusses und der Entscheidungsfindung über die Zukunft unseres Landes.“

„Dieser Kampf ist derzeit offensichtlich verloren. Aber der Krieg um einen modernen demokratischen, europäischen bosnischen Staat ist und kann nicht verloren sein. Er wird von unserer Entschlossenheit, Hartnäckigkeit und unserem mutigen Engagement für ein neues politisches System gleichberechtigter Bürger und freier Menschen abhängen.

Jeder Rückzug von den klaren Perspektiven eines modernen bosnischen Staates und einer konfliktfreien Gesellschaft muss mit demokratischen Instrumenten sanktioniert werden“, so die Mitteilung des Kreises 99.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija