Krišto beschwert sich bei hochrangigen EU-Beamten über Schmidts Auferlegung von Wahlgesetzänderungen

Patria
AutorPatria
17:50
Podijeli:
Krišto beschwert sich bei hochrangigen EU-Beamten über Schmidts Auferlegung von Wahlgesetzänderungen

(Patria) - Die Vorsitzende des Ministerrats von BiH, Borjana Krišto, hat heute ein Schreiben an hochrangige EU-Beamte bezüglich des Wahlgesetzes im Kontext des europäischen Weges von BiH gerichtet.

Krišto schrieb an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, den Präsidenten des Europäischen Rates Charles Michel, die Präsidentin des Europäischen Parlaments Roberta Metsola, den Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell und den EU-Kommissar für Nachbarschaft und Erweiterung Oliver Varhelyi.

Sie erinnerte an die kürzlich begonnenen Verhandlungen und sagte, dass allen in BiH klar sei, dass die gesamte Wahlreform von besonderer Bedeutung für BiH sei.

Krišto betonte auch, dass Bosnien und Herzegowina als zukünftiges EU-Mitgliedsland ein Wahlgesetz benötige, das nicht das Ergebnis von Auferlegungen oder Überstimmungen sei.

In diesem Sinne erinnerte sie daran, dass mit besonderer Sorgfalt an der Harmonisierung von Änderungen und Ergänzungen des Wahlgesetzes gearbeitet werde.

Das zuständige Justizministerium hat am 21. März 2024 einen Gesetzesentwurf in das Verfahren eingebracht, der sich derzeit in einer öffentlichen Anhörung befindet, zu der jeder in BiH derzeit seine Kommentare und Änderungsanträge abgeben kann.

Sie gab an, dass die Auferlegung einer umfassenden internationalen Aufsicht von bis zu 114 Korrekturen mit der europäischen Zukunft von BiH unvereinbar sei und für ein unabhängiges und souveränes Bosnien und Herzegowina am verheerendsten sei, da es sich um ein Gesetz handele, auf dem das demokratische System beruhe und das nach der Verfassung von BiH der wichtigste Rechtsakt sei.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Auferlegung einer Entscheidung über Änderungen und Ergänzungen des Wahlgesetzes von BiH für mich als Vorsitzende des Ministerrats von BiH eine unerwartete Herausforderung darstellt, auf die wir gemeinsam mit Ihnen reagieren müssen, ohne unseren EU-Weg oder die Arbeit der Institutionen von BiH zu gefährden, denn gerade die Institutionen in BiH müssen die Verantwortung für alle Entscheidungen übernehmen“, sagte Krišto in ihrem Schreiben an die hochrangigen EU-Beamten.

Abschließend betonte sie, dass es notwendig sei, die Zusammenarbeit und gemeinsame Arbeit fortzusetzen, das Vertrauen und den Respekt zwischen uns in BiH zu stärken und Lösungen zu unterstützen, die das Ergebnis der Arbeit der Institutionen von BiH sein werden.

Sie äußerte die Überzeugung, dass nur so der für uns alle in BiH und unseren europäischen Weg unbedingt notwendige Fortschritt erzielt werden könne.

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