Krišto beklagt sich bei Orban über Schmidts Wahlgesetz-Einmischung

Patria
AutorPatria
19:23
Podijeli:
Krišto beklagt sich bei Orban über Schmidts Wahlgesetz-Einmischung

(Patria) - Die Vorsitzende des Ministerrates von BiH, Borjana Krišto, sprach heute in Sarajevo mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán über die Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit und den europäischen Weg von BiH.

Während des Treffens wurde festgestellt, dass die bilaterale Zusammenarbeit der befreundeten Länder gut ist und dass es erheblichen Spielraum und Bedarf für eine Steigerung des Warenumsatzes gibt. Die Arbeit der Gemeinsamen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bosnien und Herzegowina und Ungarn wurde begrüßt.

Krišto dankte Orbán und der ungarischen Diplomatie für die starke und bedingungslose Unterstützung des europäischen Weges unseres Landes.

Sie fügte hinzu, dass die Entscheidung des Europäischen Rates auch eine Bestätigung der gemeinsamen Freundschaft zwischen Ungarn und BiH sowie der Bemühungen und des Engagements darstellt, die zu einem ausreichenden Grad der Angleichung an die Kriterien für eine EU-Mitgliedschaft geführt haben.

Sie sagte auch, dass BiH mit der Eröffnung der Beitrittsverhandlungen ein neues Kapitel seiner europäischen Zukunft aufgeschlagen habe, dass aber noch Arbeit vor uns liege, an der intensiv gearbeitet werden müsse. Krišto fügte hinzu, dass die erzwungene Intervention des Hohen Vertreters in BiH den weiteren Prozess der Angleichung an europäische Standards erheblich erschwert.

- Es ist sehr wichtig, dass alle Lösungen, nicht nur in Bezug auf die Wahlgesetzgebung, die eine besonders wichtige Frage für BiH darstellt, sondern auch alle anderen, das Ergebnis eines internen Dialogs und einer internen Einigung sein müssen, das heißt, diese Fragen müssen innerhalb unserer Institutionen gelöst werden, unter Achtung demokratischer Prinzipien und der Rechtsstaatlichkeit – betonte Krišto.

Sie hob hervor, dass die Institutionen von BiH im vergangenen Arbeitsjahr gezeigt hätten, dass sie in der Lage seien, selbst Gesetze und Verordnungen zu verabschieden, „was auch die Statistik der Arbeit des Ministerrates von BiH deutlich zeigt“.

Krišto betonte, dass „das, was mit der Verhängung des Wahlgesetzes geschehen ist, gerade für Bosnien und Herzegowina am verheerendsten ist“.

- Dennoch müssen wir auch in diesen herausfordernden Zeiten auf unserem festgelegten Weg fokussiert bleiben, und unser Engagement für europäische Werte darf durch solche oder ähnliche Interventionen nicht erschüttert werden – fügte Krišto hinzu.

Sie betonte auch, dass es notwendig sei, den Fokus auf Reformen und Fortschritte in Richtung EU zu legen und gleichzeitig die Institutionen und demokratischen Prozesse zu stärken, um dauerhafte Stabilität und Wohlstand für BiH zu gewährleisten.

Am Ende des Treffens wurde betont, dass die gute wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen BiH und Ungarn, insbesondere im Bereich des Unternehmertums, fortgesetzt werden sollte.

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