
(Patria) - Slaven Kovačević, Appellant vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg im Fall 'Kovačević gegen Bosnien und Herzegowina', sprach über die Ereignisse im Zusammenhang mit der Urteilsverkündung in seinem Fall.
Über dieses Urteil sprach auch der Vorsitzende des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen und zitierte dieses Urteil als Beweis für das Embargo gegen die Demokratie, das nun Bosnien und Herzegowina auferlegt wurde.
"Es stimmt, dass dieser Fall nach der Rede des Vorsitzenden des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, in New York erwähnt wurde. Er nannte in seiner Rede weder einen Staat noch Einzelpersonen namentlich. Es freut mich sehr, dass sich die Betroffenen angesprochen fühlten. Die Aussage des Außenministers der Republik Kroatien, Gordan Grlić Radman, ist absolut nicht richtig. Was die Beziehungen zwischen der Republik Kroatien und Bosnien und Herzegowina wirklich beeinträchtigt, ist, dass die Führung der Republik Kroatien seit nunmehr einem Jahrzehnt das Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien im Fall 'Prlić und andere' nicht akzeptieren will. Dieses Urteil stellte die Existenz einer gemeinsamen kriminellen Unternehmung fest, an der auch die damalige politische und militärische Führung Kroatiens sowie heimische Akteure beteiligt waren. Das Urteil besagt, dass dies darauf abzielte, monoethnische Teile des Territoriums von Bosnien und Herzegowina durch ethnische Säuberungen zu schaffen, die unter der faktischen Kontrolle Zagrebs durch verbundene militärische und politische Elemente stehen würden, und dass im Falle des Zerfalls von Bosnien und Herzegowina diese Teile gemäß der Banovina-Linie von 1939 an das benachbarte Kroatien angegliedert würden. Das hat Den Haag festgestellt", erinnert Kovačević.
Er betont, dass, wenn das offizielle Zagreb die Beziehungen zu Bosnien und Herzegowina verbessern will, nicht zwischen den ethnischen Gemeinschaften, denn auch dort haben sie viel Arbeit zwischen Kroaten und Ungarn, zwischen Kroaten und Italienern, Kroaten und Serben, Kroaten und Bosniaken, dann beginnt man von diesem Nullpunkt aus.
"Wenn sie das akzeptieren, dann können wir auch über alle anderen Elemente sprechen, vorausgesetzt, dies beinhaltet keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bosniens und Herzegowinas", sagte Kovačević in der Sendung Istraga sedmice.
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