
Vom 1. bis 3. November 2015 werden die Bosniaken aus Kotor Varoš auf würdevolle Weise den getöteten, gefangenen und vermissten Bosniaken sowie jenen gedenken, die Folter, Misshandlungen und schwere Drangsale während der Kriegshandlungen von 1992-1995 überlebt haben, eine Beschleunigung der Klärung des Schicksals vermisster Personen fordern und mahnen, dass sich Verbrechen nicht wiederholen, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
Unter anderem sind ein Friedensmarsch „Stiller Gang für großen Schmerz“ (traditionell) geplant – Abmarsch am 01.11.2015 um 8 Uhr vor der Moschee in Karaula (Gemeinde Travnik) und Ende mit Ankunft in Večići (Gemeinde Kotor Varoš) am 03.11.2015 sowie eine zentrale Veranstaltung – 03.11.2015, Beginn um 10 Uhr – Večići.
Zur zentralen Veranstaltung wird die Ankunft und Ansprache von Vertretern der Behörden aus beiden Entitäten sowie zahlreicher Bürger aus allen Teilen Bosnien und Herzegowinas erwartet.
23 Jahre nach der Gefangennahme und 20 Jahre nach dem Dayton-Abkommen ist das Schicksal von 249 Bosniaken aus Kotor Varoš und etwa 30 Kroaten aus Kotor Varoš noch immer unbekannt.
Zur Information: Allein im Zeitraum vom 1. bis 3. November 1992 wurden auf dem Weg des Friedensmarsches 177 Bosniaken gefangen genommen, und noch immer sind 175 von ihnen auf der Suchliste. Von dieser Gruppe wurden 161 Bosniaken zuletzt am 3. November 1992 in den Räumlichkeiten der Grundschule in Grabovica, Gemeinde Kotor Varoš, gesehen.
Für Verbrechen an den Bosniaken aus Kotor Varoš wurde noch immer kein einziges Urteil gefällt.
Ziel der Gedenkfeierlichkeiten ist es, lebendige Erinnerungsmahnmale aufrechtzuerhalten, durch die Friedensbotschaften gesendet und gemahnt wird, dass sich Verbrechen nicht wiederholen und niemandem in der Zukunft widerfahren mögen.
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