
(Patria) - Der kosovarische Premierminister Albin Kurti hat gestern Abend Aleksandar Vučić und Milan Radoičić beschuldigt, den terroristischen Angriff auf den Kanal Ibar-Lepenac organisiert zu haben, der sich kurz nach 19 Uhr in Donje Varage im Norden des Kosovo ereignete.
Nach Informationen, die auf einer außerordentlichen Pressekonferenz mitgeteilt wurden, wurde ein Sprengsatz an einer entscheidenden Verbindung dieses Kanals gezündet, was zu schweren Schäden und Wasseraustritt führte, woraufhin die Wasserversorgung mehrerer Städte im Kosovo unterbrochen wurde. Dieser Kanal versorgt auch das Kraftwerk in Obilić mit Trinkwasser.
Kurti erklärte, der Schaden durch die Explosion sei groß und die Sanierung werde aufwendig sein, und warnte, dass ein Teil des Kosovo ohne Strom bleiben könnte, wenn der Schaden nicht bis zum Morgen behoben sei. Gemeinsam mit der kosovarischen Präsidentin Vjosa Osmani und Innenminister Xhelal Sveçla bezeichnete er den Vorfall als „kriminell-terroristischen Angriff“.
„Wir glauben, dass hinter diesem Angriff kriminelle Gruppen stehen, die von Serbien orchestriert und unterstützt werden, mit Interesse und Fähigkeit, solche Angriffe zu verüben“, sagte Kurti. Er wies deutlich auf Belgrad als Verantwortlichen für den Angriff hin und betonte, dass Milan Radoičić mit Unterstützung serbischer Institutionen an der Spitze dieser kriminellen Strukturen stehe.
Der kosovarische Premierminister erinnerte daran, dass es in den letzten drei Tagen im Norden des Kosovo drei Explosionen gegeben habe, die sich gegen kosovarische Institutionen richteten, mit dem Ziel, Angst und Unsicherheit unter den Bewohnern der nördlichen Gemeinden zu verbreiten und die politische Situation weiter zu verschärfen.
Die kosovarische Regierung verurteilte diese Angriffe, wies darauf hin, dass die Explosionen am 26., 28. und 29. November stattfanden, und rief die Bürger auf, ruhig zu bleiben und offiziellen Mitteilungen zu folgen. Sie warnten vor den Gefahren eines „Hybridkrieges“ und dass einige Portale versuchten, Desinformation zu verbreiten und Panik zu erzeugen.
Nationaler Sicherheitsrat: Angriff von Serbien orchestriert
In der Nacht fand eine außerordentliche Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates unter dem Vorsitz von Albin Kurti statt. Die Sitzung wurde aufgrund des dritten Angriffs innerhalb von 72 Stunden einberufen, der diesmal auf kritische Infrastruktur, nämlich das Wasser- und Stromversorgungssystem, abzielte.
In der Sitzung wurde auch die Behauptung aufgestellt, dass der Angriff das Ergebnis einer Orchestrierung durch den serbischen Staatsapparat sein könnte, der, wie es heißt, über die Kapazitäten für solche kriminellen und terroristischen Aktionen verfügt. In den Aussagen wurden terroristische Organisationen wie „Ziviler Schutz“ und „Nördliche Brigade“ sowie Milan Radoičić erwähnt, der als Hauptorganisator des Angriffs gilt.
Als potenziellen Faktor bei der Organisation des Angriffs nannte der kosovarische Sicherheitsrat auch Russland und verwies auf einen wahrscheinlichen Zusammenhang zwischen dem Angriff auf den Kosovo und den aggressiven russischen Aktionen in der Ukraine, wo Energieanlagen ins Visier genommen wurden, wodurch Millionen ukrainischer Haushalte ohne Strom blieben.
Es wurde beschlossen, die Sicherheitsmaßnahmen rund um kritische Einrichtungen, darunter Brücken, Umspannwerke, Seen und Kanäle, zu verstärken, und die Polizei und den kosovarischen Sicherheitsdienst zur Wahrung der Sicherheit zu aktivieren.
Die internationale Zusammenarbeit wurde ebenfalls intensiviert, um ähnliche Angriffe in Zukunft zu verhindern.
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