Konaković im Gespräch mit Finci: Die jüdische Gemeinschaft ist ein untrennbarer Teil der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft, Sarajevo war im 15. Jahrhundert ihre Zuflucht

Patria
AutorPatria
15:39
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Konaković im Gespräch mit Finci: Die jüdische Gemeinschaft ist ein untrennbarer Teil der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft, Sarajevo war im 15. Jahrhundert ihre Zuflucht

(Patria) - Der Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Elmedin Konaković, traf sich heute, am 16. Juni 2025, in Sarajevo mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinschaft in BiH, Jakob Finci.

Während des offenen und konstruktiven Gesprächs wurden aktuelle Themen im Zusammenhang mit dem Status der jüdischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina sowie die Herausforderungen, denen sie im gegenwärtigen sozialen und politischen Kontext gegenübersteht, erörtert.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der kürzlichen Absage der Europäischen Rabbinerkonferenz gewidmet, die in Sarajevo stattfinden sollte. Minister Konaković bekräftigte die Verpflichtung der Institutionen Bosniens und Herzegowinas zur Unterstützung des Dialogs, der Religionsfreiheit und internationaler Treffen, die das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Religionsgemeinschaften fördern.

Im Gespräch wurde die Bedeutung der jüdischen Gemeinschaft als untrennbarer Teil der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft hervorgehoben.

Minister Konaković betonte, dass Juden seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil des kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Gefüges von BiH seien, und erinnerte an die reiche Tradition des Zusammenlebens und der Solidarität, insbesondere an die Offenheit Sarajevos – einer Stadt, die bereits im 15. Jahrhundert vertriebenen Juden Zuflucht bot.

Beiderseits wurde die Bereitschaft zur Fortsetzung und Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Institutionen und der jüdischen Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht, um die multinationale und multireligiöse Struktur der Gesellschaft zu erhalten und den Kampf gegen alle Formen von Antisemitismus, Diskriminierung und Intoleranz zu stärken.

Das Treffen wurde mit der gemeinsamen Einschätzung abgeschlossen, dass gegenseitiger Respekt, Dialog und Zusammenarbeit die Grundlage einer stabilen und integrativen Gesellschaft in Bosnien und Herzegowina bilden.

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