
(Patria) - Der Außenminister von BiH, Elmedin Konaković, weigerte sich, ein Schreiben an den UN-Generalsekretär zu senden, das Željka Cvijanović, deren Amtszeit als Vorsitzende des Präsidiums von BiH heute endet, eigenmächtig verfasst hatte. Sie griff Konaković an und warf ihm vor, er solle sich nicht mit dem Inhalt des Schreibens befassen, sondern es ohne Widerspruch weiterleiten.
Heute antwortete ihr auch Konaković selbst über soziale Netzwerke.
"Ein weiterer sinnloser Angriff auf meine Arbeit und mich persönlich kommt von der Vorsitzenden des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željka Cvijanović. Zuerst müsste Frau Cvijanović wissen, dass es keine gemeinsamen Institutionen gibt, sondern nur Institutionen von Bosnien und Herzegowina. Das Außenministerium leitet offizielle Positionen des Präsidiums von BiH weiter, es leitet keine individuellen Akte und Schreiben eines Mitglieds des Präsidiums von BiH weiter. Das können die Mitglieder des Präsidiums selbst tun.
Wenn das Präsidium von BiH keinen einheitlichen Standpunkt hat und die Angelegenheit in die Zuständigkeit des Außenministeriums fällt, entscheide ich persönlich über den Text, den ich zur weiteren Bearbeitung sende, wobei ich die Verfassung, Gesetze und zuvor in den Institutionen von BiH verabschiedete Entscheidungen berücksichtige und schütze. Schließlich hatte ich Einblick in den Text des Schreibens von Frau Cvijanović, für sie wäre es viel besser, wenn sie solche Schreiben nicht sendet.
Besonders nicht an diejenigen, die die Situation in unserem Land, die Verfassung und andere Vorschriften gut kennen.
Es sieht unprofessionell aus, sie sollte sich darum kümmern. Aus Straßburg hat sie bereits eine angemessene Antwort erhalten. Ich bin sicher, dass sie bald auch von anderen Adressen Antworten erhalten wird.
Die Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs von BiH sind endgültig und bindend im gesamten Gebiet von BiH, und die Entscheidungen der NSRS sind rechtlich unbegründet und ungültig", erklärte Konaković.
Er veröffentlichte auch ein Schreiben der Generalsekretärin des Europarates, Marija Pejčinović Burić, das eine Antwort auf das Schreiben von Željka Cvijanović ist.
Pejčinović-Burić stellt klar, dass sie die Handlungen der NSRS in Bezug auf den Verfassungsgerichtshof von BiH verurteilt hat.
"Wie auch andere internationale Akteure habe ich mich in letzter Zeit für die Autorität des Verfassungsgerichtshofs von Bosnien und Herzegowina ausgesprochen, dessen Entscheidungen endgültig und rechtlich bindend in seinem gesamten Gebiet sind. In diesem Zusammenhang habe ich jegliche Versuche, die verfassungsrechtliche Ordnung des Landes zu untergraben, sowie die bedauerliche Entscheidung der NSRS zur Nichtanwendung der Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs von BiH verurteilt", sagte Pejčinović Burić.

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