
(Patria) - Der Oberste Gerichtshof des Königreichs der Niederlande hat das Urteil des Berufungsgerichts von 2017 bestätigt, wonach die Niederlande teilweise für den Tod von 350 im Juli 1995 getöteten Srebrenica-Opfern verantwortlich sind.
Die getöteten Srebrenica-Opfer, für die die Niederlande verantwortlich sind, wurden am 13. Juli 1995 aus der Basis des niederländischen UN-Bataillons vertrieben und anschließend liquidiert. Nach Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ist die Niederlande zu 10 Prozent mitverantwortlich, im Kontext der Wahrscheinlichkeitseinschätzung, dass die gefangenen Männer überlebt hätten, wenn die niederländischen Soldaten sie in der Basis festgehalten hätten.
Dieser Anteil betrug 2017 30 Prozent.
Mehr als 6.000 Familienangehörige der im Völkermord von Srebrenica Getöteten verklagten 2007 die Niederlande. Sieben Jahre später stellte das Bezirksgericht Den Haag fest, dass die Niederlande für den Tod von mehr als 300 Männern verantwortlich sind, die das niederländische Bataillon am 13. Juli 1995 aus der UN-Basis vertrieben hatte, in dem Wissen, dass sie getötet werden würden.
Die Familien der Opfer und der niederländische Staat legten jedoch Berufung gegen dieses Urteil ein. Das Berufungsgericht bestätigte 2017 die Verantwortung der Niederlande.
Zuvor, im Jahr 2013, hatte der Oberste Gerichtshof auf Klage von Hasan Nuhanović entschieden, dass die Niederlande für den Tod von drei Bosniaken aus Srebrenica verantwortlich sind.
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