
(Patria) – Das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, sprach heute mit den Botschaftern der Gruppe befreundeter Westbalkan-Staaten über die aktuelle politische Lage.
Die Mitglieder dieser informellen Gruppe, bestehend aus Österreich, der Tschechischen Republik, Griechenland, Kroatien, Italien, der Slowakei und Slowenien, baten das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Komšić, um seine Einschätzung der Lage in Bosnien und Herzegowina. An dem Treffen nahmen die Botschafterin der Tschechischen Republik, Jana K. Lolić Šindelková, der Botschafter der Republik Slowenien, Damijan Sedar, der Botschafter der Republik Österreich, Georg Diwald, sowie Vertreter der Botschaften der Slowakei, Italiens und Griechenlands in Bosnien und Herzegowina teil.
Die Botschafter bekundeten ihre volle Unterstützung für die Institutionen Bosnien und Herzegowinas und verurteilten die Angriffe auf die verfassungsmäßige Ordnung Bosnien und Herzegowinas. Sie äußerten die Erwartung, dass die Krise so schnell wie möglich gelöst werde, damit sich Bosnien und Herzegowina den Reformen auf seinem euro-atlantischen Weg widmen könne.
Das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Komšić, betonte, dass diese Krise durch ein nicht rechtskräftiges Urteil gegen einen Mann ausgelöst worden sei und dass seine Antwort darauf darin bestanden habe, die Bevölkerung der Entität Republika Srpska als Geisel zu nehmen und Gesetze zu erlassen, die die Arbeit der Justiz und der Polizeibehörden Bosnien und Herzegowinas auf dem Gebiet der Entität Republika Srpska unmöglich machten.
Das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, betonte, dass Gerichtsurteile respektiert werden müssten. Wenn jemandem die Gesetze, auf denen die staatlichen Institutionen aufgebaut seien, nicht gefielen, dann müsse man sie in der Parlamentarischen Versammlung von Bosnien und Herzegowina ändern, wo sie auch verabschiedet worden seien, und zwar im Einklang mit den Befugnissen, die die Verfassung von Bosnien und Herzegowina verleihe, und nicht einseitig ihre Arbeit in einem Teil des Hoheitsgebiets von Bosnien und Herzegowina verbieten.
Die Gesprächspartner waren sich einig, dass mit Flüchtigen vor dem Gesetz nicht verhandelt werde. Es wurde betont, dass die Republik Österreich Sanktionen in Form von Einreiseverboten gegen Milorad Dodik, Radovan Višković und Nenad Stevandić verhängt habe und dass man hoffe, dass auch andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union diesem Beispiel folgen würden, in Ermangelung eines Konsenses über EU-Sanktionen, gegen den sich Ungarn ausspreche.
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