
(Patria) - „Auf dem Weg zum SAFER-Lernen – Reform der Vorschul-, Grund- und Sekundarbildung im Kanton Sarajevo“ ist der Titel des strategischen Dokuments, das vom Bildungsministerium des Kantons Sarajevo verabschiedet wurde. Dieses Dokument hat in der Öffentlichkeit für viel Kontroverse gesorgt. Aus diesem Anlass äußerte sich Enita Nakaš von der Partei Naša stranka, Mitglied der Bildungskommission im Kanton Sarajevo. Nakaš ist auch eine der Prorektoren der Universität Sarajevo.
„Das kürzlich veröffentlichte strategische Dokument mit dem Titel ‚Auf dem Weg zum SAFER-Lernen – Reform der Vorschul-, Grund- und Sekundarbildung im Kanton Sarajevo‘ ist nicht geeignet, die Grundlage für eine Bildungsreform zu bilden. Dem Dokument selbst fehlt die Verbindung zum bestehenden rechtlichen Rahmen, zur Entwicklungsstrategie des Kantons, eine Beschreibung oder Übersicht über den aktuellen Stand der Bildung, messbare Indikatoren zur Erreichung der gesetzten Ziele, und auch die Ziele sind nicht klar definiert.
Das SAFER-Dokument enthält keine Methodik oder keinen Aktionsplan, d. h. keine Methode zur Umsetzung der Strategie, und es werden auch keine Indikatoren oder eine Schätzung der für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel genannt.
Die Autoren von SAFER, Christopher Jones, Ziauddin Jordan und Scott Jordan, erfüllen nicht einmal die Mindestkriterien, um sich mit einem so komplexen Thema zu befassen. Sie haben keine veröffentlichten Arbeiten im Bereich Bildung, Bildungsreform, Lehrplanentwicklung usw. Niemand zitiert sie, niemand hat ihre Methoden fachlich/wissenschaftlich getestet oder ihre Fallstudien zur Bildungsreform beschrieben.
Das SAFER-Dokument hätte für eine öffentliche Debatte zur Verfügung stehen müssen, wie es bei der Entwicklungsstrategie des Kantons der Fall ist, da die Umsetzung der Strategie aus dem Haushalt des Kantons finanziert wird und ein öffentliches Interesse darstellt. Die Öffentlichkeit wurde jedoch umgangen, einschließlich der Fachöffentlichkeit.
Die Idee von SAFER selbst, unklar begründet, da sie bisher nirgendwo getestet wurde, und das Dokument mit den aufgeführten Mängeln, da es hier zum ersten Mal getestet würde, ähnelt einem Experiment, und ein solcher Umgang mit unserer Bildung ist unzulässig. Wir haben klare Leitlinien, wie wir unsere Bildung verbessern können, und wir haben kompetente Leute, die das tun können“, schloss Nakaš.
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