
(Patria) - Die Kommission zur Korruptionsbekämpfung wird auf ihrer heutigen Sitzung über die öffentliche Anhörung zur Arbeit der UIO BiH und anderer Personen entscheiden, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Vorgehen der Justizbehörden in Bezug auf Strafverfahren mit dem Verdacht auf Korruption in der UIO BiH seit 2014.
Neben dem Fall "Pandora", aus dem zahlreiche Verdächtige der Korruption in der UIO verschwunden sind, hat die Kommission auch zwei anonyme Eingaben erhalten. Eine betrifft den Bau von Zollterminals und die Begünstigung bestimmter Investoren, die wissen, dass eine Ausschreibung erfolgen wird, und bereits eine vorgefertigte Zollstelle haben.
Die zweite Eingabe stammt vom 1. November 2025, als der Anzeigende auf den Wettbewerb zur Auswahl von vier stellvertretenden Direktoren von UIO-Direktor Zoran Tegeltija aufmerksam machte. Bereits damals war bekannt, wer die Stellvertreter sein würden, was in den letzten Tagen offiziell bestätigt wurde. Von den vier Stellvertretern sind zwei Kroaten und zwei Serben, während für Bosniaken kein Platz ist.
Übrigens fehlen in der UIO BiH laut der Volkszählung von 2013 mehr als 200 Bosniaken. Seit Juni 2023 leitet Zoran Tegeltija die UIO, davor war es Miro Džakula.
Sollte die Kommission eine öffentliche Anhörung von Direktor Tegeltija ansetzen, bleibt die Frage, ob er, wie im Fall des Direktors von BHANSA, Davorin Primorac, überhaupt vor der Kommission erscheinen wird oder ob er einen Ersatz schicken wird.
Angesichts der Informationen, dass die Namen der vier stellvertretenden Direktoren der UIO im Voraus bekannt waren, obwohl es eine öffentliche Ausschreibung gab, stellt sich die Frage, ob die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina in diesem Fall etwas Anstößiges sieht.
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