Kolinda ist stolz auf Gotovina – was wäre, wenn Izetbegović Dudaković oder Vikić als Berater nähme

Patria
AutorPatria
21:50
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Kolinda ist stolz auf Gotovina – was wäre, wenn Izetbegović Dudaković oder Vikić als Berater nähme

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović hat die Mitglieder des Rates für die nationale Sicherheit ernannt, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.

Zu den klangvolleren Namen gehören die Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač sowie der Sohn des ersten kroatischen Präsidenten Franjo Tuđman, Miroslav. Tuđman der Jüngere war seinerzeit auch Gründer und Chef des kroatischen Geheimdienstes.

Gotovina und Markač wurden vom Haager Tribunal wegen Kriegsverbrechen angeklagt, aber freigesprochen.

Die kroatische Präsidentin ließ sich, allem Anschein nach, von der Logik leiten, von Menschen mit „Handwerk“ umgeben zu sein, von Namen, die in der Geschichte des Nachbarlandes die wichtigsten Jahre des Aufbaus des unabhängigen Staates und des Heimatkrieges geprägt haben.

Und so fanden in dem äußerst wichtigen Rat für die nationale Sicherheit eines Landes, das Mitglied der Europäischen Union ist, Gotovina, Markač und Tuđman Platz, und niemand hat etwas dagegen.

Diese Nachricht stieß in Kroatien auf Zustimmung, Kolinda erntete Sympathien in der Öffentlichkeit. Auch Brüssel stört es nicht, dass diese Leute die rechte Hand der Präsidentin in der wichtigsten Frage sind – der Frage der nationalen Sicherheit.

Ziehen wir eine Parallele.

Was würde passieren, wenn beispielsweise das Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina Bakir Izetbegović in einen solchen Rat oder nur als seine Sicherheitsberater im Kabinett etwa den gefeierten Kriegskommandanten Atif Dudaković ernennen würde?

Oder wenn dort zufällig Jusuf Pušina, Avdo Hebib, Ramiz Dreković, Sefer Halilović, Sakib Mahmuljin, Fikret Ćuskić, Sakib Forić, Dragan Vikić, Kemal Ademović wären... 

Die kroatische Präsidentin hat einen logischen Schritt getan – wer kann besser wissen, was eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellt, als diejenigen, die das Nachbarland verteidigt und aufgebaut haben.

So sollte es wohl auch in Bosnien und Herzegowina sein. Aber es ist nicht so.

Wenn Izetbegović auch nur daran denken und laut aussprechen würde, einen der oben Genannten als Berater zu ernennen, wäre das Chaos, das auf der bosnisch-herzegowinischen politischen Bühne ausbrechen würde, von unabsehbaren Ausmaßen und mit womöglich schwerwiegenden Folgen für ihn selbst. 

Deshalb stören in Kroatien, einem EU-Mitglied, gestandene Polizei-, Geheimdienst- und Militärveteranen niemanden. Im Gegenteil. Dieser Schritt wird gefeiert. 

Es genügt, sich an die demütigende Pensionierung der Generäle von Dudaković an zu erinnern, im dunklen Raum der Villa Konak wurden ihnen fast im Geheimen irgendwelche „Teller“ als Anerkennung für alles, was sie für dieses Land getan haben, überreicht.

In Bosnien und Herzegowina kann man sich nicht einmal würdevoll von seinen Helden verabschieden. Geschweige denn ihnen das Vertrauen schenken, dass sie auch heute im Frieden mit ihrem Rat in einem äußerst wichtigen Bereich des Fortbestands jedes Staates helfen, der Sicherheit heißt. 

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