
(Patria) - Die Einrichtung einer Reservepolizei in der Republika Srpska (RS) gibt Anlass zur Sorge für die Bürger, meint Predrag Kojović, Vorsitzender der Partei Naša stranka.
„Wenn man dies im Kontext der ständigen separatistischen Äußerungen des Präsidenten der SNSD, Milorad Dodik, und der Haltung der serbischen Regierung gegenüber Bosnien und Herzegowina, die man nicht als wohlmeinend bezeichnen kann, betrachtet, dann ist der Verdacht, dass diese Reserve für staatsfeindliche Zwecke eingesetzt wird, berechtigt“, betont Kojović.
Auch der Anlass für die Bildung dieser Reserve hält er für problematisch.
„Der Anlass für die Bildung einer Reservepolizei eines Entitäts kann nicht die Situation mit den Migranten sein. Die Migrantensituation ist ein Problem des gesamten Staates und damit sollten staatliche, nicht aber entitätliche Organe konfrontiert werden. Stellen Sie sich vor, der Kanton Una-Sana, der den größten Zustrom von Migranten hat, würde eine Reservepolizei bilden, wer würde das zulassen? Wenn also in der RS wirklich geglaubt wird, dass das Problem des Migrantenzustroms so gelöst werden kann, dann spricht das für ihre Unprofessionalität und die Verschwendung von Budgetmitteln für eine von vornherein zum Scheitern verurteilte Sache. Es ist schwer zu glauben, dass hinter der Geschichte der Bildung einer Reserve nicht etwas viel Gefährlicheres steckt“, sagt Kojović.
Trotzdem meint Kojović, man solle keine Panik verbreiten.
„Die Budgetmittel für diese Reserve sollten im nächsten Jahr genehmigt werden. Die gesamte Reserve soll 1000 Personen umfassen, und ihre Bildung soll schrittweise erfolgen. Wir haben Zeit, Einfluss darauf zu nehmen, dass dieser Prozess gestoppt wird. Die zuständigen staatlichen Organe, progressive politische Kräfte, die internationale Gemeinschaft, wir alle müssen mit allen Mitteln darauf Einfluss nehmen, dass es nicht zur Bildung dieser Reserve kommt. Ich glaube, dass dies auch einen guten Teil der Bürger in der RS beunruhigt. Niemandem geht es um die Erhöhung der Anzahl von Gewehrläufen, sondern um die Verbesserung des Lebensstandards der Bürger“, fügt Kojović hinzu.
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